Oester wird er als Theilnehmer au Verhandlungen und Unternehmungen derHohenstaufischen Kaiser Friedrich I. und Heinrich VI. genannt.
So lange Kaiser Friedrich's I. gleichnamiger Sohn, schon in ganz zartemKindesalter zum Herzog von Schwaben erhoben, minderjährig war, leitete desVaters kräftige Hand alle wichtigeren Angelegenheiten des Herzogthums. Diesbot den Grafen und Herren desselben manche Gelegenheit dar, ihrem Kaiser per-sönlich ihre Huldigung darzubringen. Auch unser Graf Burkard (I.) fand sichmehrere Male bei demselben ein und genoß die Ehre, dessen Verhandlungen anzu-wohnen: so im Mai des Jahres 1170 zu Mengen (W. O.-A. Saulgau), 1179und Juni 1189 zu Constanze
Als 1185 der junge Herzog Friedrich von Schwaben in glänzender Umge-bung der Vornehmsten seines Herzogthums auf dem „Kunigestuhl" öffentlichzu Gericht saß, nach dem Urtheil derselben einen Streit zwischen dem KlosterSalem und dem Grafen Konrad von Heiligenberg zu schlichten, war auchunser Burkard von „Hohenberc" nebst seinem Bruder Friedrich und seinenbeiden Zollerischen Stammesvettern dabei. 2
Burkard hatte sich, wie aus seiner Anwesenheit ans dem Königs stuhl(1185) hervorgeht, dem Gefolge des Kaisers, der 1184—1186 in Italien ver-weilte, nicht angeschlossen, dagegen blieb er, der gern war, „wo's eisern klang", ^nicht zurück, als der alte Kaiser im Jahr 1189 an der Spitze eines mächtigenHeeres, bei dem die Schwaben nach altem Herkommen unter ihrem HerzogFriedrich den „Vorstritt" hatten, nach dem h. Lande zog, dasselbe dem tapfernSultan Saladin von Aegypten wieder zu entreißen. ^ Auf diesem Kreuzzuge sollin der mörderischen Schlacht bei leonium^ 18. Mai 1190, in welcher nächstdem Kaiser dem Schwabenherzog Friedrich, dessen Sohne, die Ehre des Tagesgebührte, sich auch unser Graf Burkard von Hohenberg als Träger der Reichs-fahne besonders ausgezeichnet haben. Johannes von Wirzbnrg/ dem die
> S. im Urkd.-Buch bei diesen Jahren. —Im Jahr 1179 sehen wir Burkard auch in derUmgebung des alten Herzogs Wels vor dem Coustauzer Kapitel, und 1133 zu Ulm als Zeugeeiner Versitzung des Abts von Neichen an. S. im Urkd.-Buch zu den genannten Jahren.
2 S. im Urkd-Buch zu 1165.
-2 Auf diesen Charakter-Zug weist die Umschrift, welche er in seinem Siegel führte: ,>lZurcar-äns oomss äs ^olrs-Oraiu (Greiner - Zänker).
^ Wenigstens nach Johannes von Würzburg; siehe mehr hierüber unten. H.usdsrt,Uist. äs sxxsäit. Uiiäsrisi tmx. sä. vobrorrsti)' 1827 und andere Quellen erwähnen dagegenBurkards nicht. Ansbert, der den Zug mitgemacht hat, nennt (S. 23),.äs Zuovia (blos) Ltmn-raäus Lomes äs Ottings, Vlricus Oomss äs LlUsdacll (stiz'burcll) st tratst ssns .läilvsrtus, Lomesäs vllillgsu, IZvrtdotäus Lomes äs Ustvsnbavll HUsusuburg), Usurisus Lomes äs VsrigsnlVertoßsu)."
2 Den Hergang derselben beschreibt ^nst-ortus (S. 94—97) als Augenzeuge.
6 I. v. W. hat nach seiner eigenen Angabe die „abentener", welche er erzählt „in latin"geschrieben gefunden, und solche im Jahre 1314 „getntschet". —