In Betracht, daß Adelberts, des Mitstifters von Alpirsbach, nnd GrafFriedrichs, des ersten Klostervogts, in den Documenten über die Stiftung nichtin der Weise Ermähnung geschieht, daß sie mit Wahrscheinlichkeit als Brüderangenommen werden könnten; sowie in Erwägung, daß der zweite Sohn Fried-richs Burkard heißt, dieser Name auch in der nächsten Generation vorkommt,und in der Folge der Haupt-Name der Grafen von Hohenberg bleibt, einesGeschlechtes, das, wie man niit Bestimmtheit nachweisen kann (s, unten), mit denGrafen von Zollern eines Stammes ist — dies zusammengenommen wird essehr wahrscheinlich, daß Burkard (f 1001) der Vater des Gr. Friedrich I.und Stammvater der Häuser Zollern und Hohenberg ist, obgleich wir nichtim Stande sind, eine Gemahlin näher zu bezeichnen.
Burkard I. und Wezel I. scheinen, ihrer Todesart nach zu schließen, innicht sehr vorgerücktem Alter, ehe sie mehrere Nachkommen hatten, den Schauplatzder Welt verlassen zu haben und ihre Söhne damals noch sehr jung gewesen zuseyn, da derselben in den Partei-Kämpfen zwischen Heinrich IV. und GegenkönigRudolf, an welchen benachbarte nnd verwandte Geschlechter so thätigen Antheilgenommen (s. oben S. VIII.), nicht gedacht wird.
Nach der sehr wahrscheinlichen Annahme, daß Gras Hugo von Tübingen,Mitstifter des Klosters Blaubenren, an eine Gräfin von Zollern verheirathetwar (s. des Verf. Gesch. d. Pfalzgr. v. T. S. 44 und auch unten den Tauschdes Gr. Friedrich mit dem Kloster Hirschau) hätte Burkard I. auch eine Tochterhinterlassen, die einen Sohn ' nach ihrem Bruder nannte.
s- 3-
Adelbert von „Zolro", der Mitstifter von Alpirsbach, ist ohneZweifel identisch mit Graf Adelbert von Haigerloch, „Vetter" desGr. Eberhard von Nellenburg (s. oben S. XI).
Denn I) die Veräußerung von Besitzungen bei Hallau durch Gr. Adel-bert von Haigerloch erfolgte vor 1095, die tauschweise Hingabe eines Theilsan Schaffhausen von Seiten desselben in dem Zeitraum von 1095—1099; indiesem geschah auch die Stiftung des Klosters Alpirsbach durch Adelbert vonZollern und Andere.
2) Die Burg Haigerloch war 1095 der Sitz eines Grafen, in welchemein Ahnherr der späteren Grafen von Zollern-Hohenberg zu erkennen ist; eswurde nämlich im vorgenannten Jahr dorten in Gegenwart von Rittern, welchenach ihren Wohnsitzen der nachmaligen Grafschaft Zollern-Hohenberg ange-hörten, eine Schenkung von Gütern, welche ganz in der Nähe des Hohenbergeslagen, an das Kloster St. Georgen vollzogen. S. im 5. Abschnitt der Einleitung.
3) In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts kommt ein Gr. Wezel von
' Graf Friedrich von Tübingen (Gräveneck) stand im Jahr 1095 im Mannesalter.