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besonders ist im Provinzial-Archiv die lange Reihe Magdebur-gischer und Halberstädtischer Lehn-, Consens-, Consirmations- u. s, w.Bücher resp, von 1311 und 1363 ab hervorzuheben, wie nicht mindereine Menge in der Hauptabtheilung: Erzstift Magdeburg und dertopographischen Section locirter Original-Urkunden. Für die Nein-stein-Halberstädtische Linie enthielten die Urkunden der Grafen v.Regenstein, der Grafen von Wernigerode, der Klöster Jlsenburgund Stötterlingenburg n. f. w. schätzbare Materialien.
Das v. Kotzische Familien-Archiv umfaßt einen —neuerdings wohlgeordneten — recht beträchtlichen Vorrath vonOriginal-Pergament- und Papier-Urkunden, die jedoch nichtüber das 15. Jahrhundert hinausreichen. Aus dem letztern sindnamentlich die Lehnbriefe in starker Anzahl noch erhalten. Vonhochschätzbarem Werth und reich an interessanten, zum Theil dieUrkundensammlung des Provinzial - Archivs ergänzenden Docu-menten ist das alte Copialbuch des v. Kvtzischen Ge-schlechts, ein Papiercodex aus der zweiten Hälfte des 15. miteinem Anhange aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts. Eswar dies das alte Hausbuch, in welches alle das Geschlechtund seine Besitzungen betreffenden, jedoch nicht über die Mitte des14. Jahrhunderts zurückreichenden Urkunden, Lehnsverschreibungen,Kauf-, Verkauf- und Pfandbriefe u s. w, eingetragen wurden, umfür den Fall des Verlustes der Originale erhalten zu seyn.
Ein zweites Kleinod des v- Kotzischen Archivs ist ein starkerQuartant, das eigentliche Hausbuch derer v. Kotze, in demSinne, daß es zur Aufnahme aller die einzelnen Mitglieder desGeschlechts betreffenden Vorfälle, besonders Geburten, Taufen,Heiraths- und Todesfälle dienen sollte. Dieses Inhalts bestandein solches Buch schon um dieMitte des 1 5. Jahrhunderts(zu einer Zeit, wie ich bis jetzt noch kein anderes solcherArt bei irgend einer Familie gefunden habe) und begannmit <iner Jnscription aus dem Jahre 1467. Dieses Original-Familienbuch ist indessen leider verloren gegangen und wurde vonHans Kotze im Jahre 1594 — vielleicht seines desolaten Zu-standes halber *) — erneuert, indem von seiner Hand alles dort
*) Hans Kotze nennt es damals „sehr alt".