sich erst 1598 unter Kurfürst Joachim ihren ersten Lehnbriefausgebeten haben. Dieser erste hier angezogene Gesammt-Lehnbricfder Winteselde war uns bisher nur mit seinem Anfange (nachGrundmann) bekannt, nunmehr sind wir in der Lage, denselbennach dem Original aus dem Archiv zu Dalmin, Nr. 35 der Ur-kunden, wortgetreu, soweit hier erforderlich, wiedergeben zu können:Derer von Winterfeldt neuer Lehen vnd gesambteHandtsbriesf über die Häuser Dalmin vnd Stresow ^.nno1598 (alte Nr. 311).
Von Gottes gnaden Wir Joachim Friedrich Marg«graff zu Brandenburg!, des Heyligen Römischen ReichsErtzkämmerer vnd Churfürst zue Preußen, zue Stettin,Pommern, der Kassuben, Wenden vnd in Schlesien, zueCrossen Herzogk, Burggraff zu Nürnberg! vnd Fürst zuRügen, Bekennen vor vns vnsere Erben vnd nachkommendeMarggraffen vnd Churfürsten zue Brandenburg! vnd thuenkuudt offenbar jedermcnniglichen. Als vor diesen Zeitenvon vnsern löblichen Vorfahren vnsere Unterthanen vndLehenleute des adelichen Geschlechts derer von Winter-feld; so zu dem Hause Dalmin gehörigst keine Lehens-briefe gehabst Sondern nach alter gcwohnheit bei vorge-fallenen Lehensemphahungen, allein mit Handt vnd Mundebelehnet worden, Sie Vns aber itzo bey allgemeiner Erb-vnd Landeshuldigung, da sie solch ihr Altväterlich Stammb-lehn Hauß Dalmin von vns auch äs nono zu Lehenvnd gesambten Handt überkommen, vmb gnedigste Mitthei-lung eines vngefehrlichcu Lehensbriefes vnterthenigst bitlichersuchst auch zugleich worauf derselbe zu richten, eine kurtzeässiAllation übergeben; Daß wir demnach angesehen solcheziembliche Bitte vnd darauf abgedachtem Geschlcchte u. s. w.
S. 34. Bei Beschreibung der ältesten Siegel haben wireiniges Gewicht gelegt auf die von von Westphalen in seinemgrößeren Werke naonuin. onsäit. gegebenen Zeichnungen Winter-