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40.
138t.Brachmonat t3
(an vnscrs HerrenFronlichamentag).
Lucern.
Leuten/ vereinbaren sich, und erwählen Schicdteute: Bern,Ulrich von Bubenbcrg Schultheißen, und Nicolaus von EisensteinBürger; Unterwalden, Arnold von Qmisried und Berchtoldvon Zuben Landleute; gemeiner Mann soll sein Walter von Tot-tikon Landman zu Unterwalden. Diese haben die Minne zusuchen, wenn sie selbe an den Theilcn finden, oder sprechen nachRecht; wer dann den Spruch nicht hält, verfällt um die Sacheund um 200 Mark SilberS; wird nicht bezahlt, so müssen zehenMänner, acht Tage nach Mahnung, zu Lucern leisten; klagt dereine Theil über den andern, daß er nicht Wort halte, so sollensie es von beiden Seiten vor die Eidgenossen bringen, die ihreBoten nach Lucern senden werden. Diese Verfügungen sollen denewigen Bünden keinen Abbruch thun.
(Nrk. im Staatsarchiv Bern.)
H.. Landmarkcnstreit um Alpen, Weiden und Wälder, zwischen Entlibuchund Unterwalden ob dem Kernwald. Schicdleute für Entlibuch:Rudolf Propst zu Münster im Argau, Ritter Rudolf vonHalwil, Ritter Hemman von Grünenberg, Jungher WernerSchenk von Bremgarten, und Johannes Schreiber von Rothenburg;Schicdleute für Unterwalden: Johannes Hösche von Zürich,Gilg Spilman von Bern, Claus von Matte von Lucern,Johannes von Rudenz von Uri, und Gilg von Engiberg vonSchwyz; Obman: Peter von Gundoldingen Schultheiß zuLucern. Der Landvogt Walter von der alten Klingen, Freie,welcher im Namen des Herzogs Leupold von Oesterreich die fünfSchicdleute für Entlibuch bezeichnete, hatte auch zu bestimmen,aus welcher der drei Städte Zürich, Bern und Lucern er denObman wolle; er wählte den Rath der letzten Stadt, und dieserbezeichnete ihren Schultheißen. Die zehen Schiedleute und derObman, nachdem sie von jedem Theile zwanzig Landleute zu sichgenommen, giengen auf die Alpen, und untersuchten die Land-marken an Ort und Stelle; worauf sie, als beide Theile „ein-„ualteklich" ihnen „minncn vnd recht; gentzlich getruwet", deneinhelligen Ausspruch thaten: t) die Landmarken werden bestimmtangegeben und bezeichnet; 2) haben die Landleutc oder Jemandinsbesondere, Mann oder Weib, Pfaffe oder Laie des einen TheilesGüter, Eigen oder Erbe, in der Landmark des andern Theiles,so bleiben sie unbekümmert im Besitze; 3) Streitigkeiten, diesich hierum ergeben sollten, oder wenn Vieh von der einen Seite