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Geschichte der Familie Schenk von Nydeggen, insbesondere des Kriegsobristen Martin Schenk von Nydeggen : mit geschichtlichen Nachrichten über Afferden, Blyenbeck, Hillenrath, Swalmen und Asselt, Arßen, Gribbenforst, Walbeck, Geystern, Heyen u.a. Güter ; nach archivalischen und authentischen Quellen bearbeitet
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quartier ©elbernä foiüotjl im £riegg. als Sißilbienfte betreibet,einige tjon il)nen auf eigene Soften Regimenter ju fönigtidfemJDienfie ausgehoben unb mehrere Ritter beS ®eutfd)orbenS

Siplome ic. anfertigten unb bcn betreffenben gamitien Derfauften. Sabeitarn ihnen ihre amtliche (Stellung, bie fie fid) ju erringen gemuf3t, fet;rju ftatten, inbem ißeter Albert als §err Don ®ifet, gontaine, ßbelmannbeS tönigt. §aufeS, SBappenberolb, ©eneratiieutenant ber 2lrtitlerie u.f. id ., unb 3>obann als SSicointe be Selanbe, §errn Don Riontigni;, RitterbeS DrbenS Don Portugal, Söappenfönig ober erftem SBappenberotbhohes Anfeben genoffen unb leicht ©tauben fanben. dnbtich reurben bieSBetrüger enttarnt, tpeter Sltbert alter feiner Aemter entfeht unb Johannam 16. 2M 1687 ju Journal) burdp ben ©trang hingerichtet.

®ie Uebereinftimniung beS ©chenf'fchen SßappenS mit bem ber §er=joge Don SÖrabanb ttug benufeenb, fuhten bie Saunai; bie Abftammungber ©djent Don beut §elben ber äBorringer Schlacht, ©ottfrieb Don 93ra=bant, 93tüber be§ §erjogS ^einrieb, ju bemeifen. 3" biefem Strebtelegten fie bem ©friftoffet ©efent Don Rpbeggen brei, angeblich auS bemRadjlaffe be§ gelehrten Suttens, SßerfafferSber troph. brab. bertommembe Driginatdlrtunben Dor, bie ©briftoffel mit 100 ®utaten bejahtenmuhte!, roäbtenb er für Anfertigung ber ©eneatogie 50 Sutaten jugahten uerfprad). Diefe Urfunben, melcbe noch im Archiü $aag uor=banben unb bis fefet felbft geübten Augen als acht erfLienen finb, er=miefen fich bei näherer Unterfud;ung als gefätfeht. ßS finb auf Pergamentgefchriebene, gut erhaltene unb mit unuertennbar ächten ©iegetn Derfebene©otumente. ®eS lefetermäbnten UmftanbeS megen ift bie gälfebungnur fo ju erttdren, bah ächte mit bcn betreffenben ©iegetn oerfeheneItrtunben bureb gefchiette Rtanipulation Don bent SLeyt gereinigt unbbann neu befebrieben morben finb, mobei eS billig Söunber nimmt, bahDon ber alten Schrift bei jtoeien nicht bie geringfte ©pur übrig geblie=ben ift. Rur bie jüngfte (Steuer Urtunbe läfjt beutlich bie alten ©cbrift=äüge noch erlennen. Sffienn bie etmas gejmungene Schrift jmeierUrtunben fchon Sßerbacht erregte, fo muhte bie gorm unb ganje Oeconomieber ©teuer Urtunbe jeben Streifet an bie S8erfälfd)ung nehmen. Schonbie lateinifche ©prad)e biefer Urtunbe ift ungemöbntich, ebenfo bie ßin=gangSformel:Nos Adolphus Dei gratia comes", inbem bie ©rafenuon ßteue erft bei ihrer ßrbebung jur §er3ogSmürbe (1417) fichron©otteS ©naben" nennen. Aebnlicber ungemöbntieber Ausbrüche ftnbenfich bort Diele. ©aS anbängenbe Reiterfiegel ift gleichfalls gefätfeht.Reiterfiegel tuaren ßnbe beS 14. Qabrt). überhaupt nicht mehr gebrauch»