— 123k -
§ 102, geboren den 8. Dezember 1823, wurde den 12. August1813 Sekonde-Lieutenant im 3., jetzigen BrandcnburgischenHusaren-Regiment (Zielen), machte in demselben den Feldzugin Schleswig-Holstein mit; wurde vom 15. März 1819 abauf drei Jahre hintereinander, zur Dienstleistung inS Kadetten-Corps kommandirt und schied den 10. November 1852, mitCharakter als Premier-Lieutenant, der Armee-Uniform und Aus-sicht auf Anstellung als Platzmajor, aus dem Regiment. Den29. April 1858 als Platzmajor in Silberbcrg angestellt, wurdeer den 9. September desselben Jahres Premier-Lieutenant undden 23. März 1861 Rittmeister und Platzmajor in Glogau, wo-selbst er unverheirathet lebt.
s 107. August Detloff Wilhelm Ehrentreich,Kammergerichtsrath, Herr auf Menkin, mit Antheil an Mölschow,ein Sohn Carl Friedrich Gotthilf's § 97; geboren zuBerlin den 15. Juli 1789, besuchte 5 Jahre hindurch das Cölln'schcGymnasium zu Berlin, und wurde 1806 mit großem Lobe alsAbiturient entlassen, studirte die Rechte zu Heidelberg und Frank-furt, wohl auch zu Halle, und trat in den Staatsdienst beimKammergericht. 1812 reiste er mit seinem ältesten Bruder nachItalien und erlitt auch mit diesem gleiche Unbill, bis nach demPariser Frieden; dann trat er zurück zum Kammcrgericht, folgtedarauf 1815 als Freiwilliger beim schwarzen Husaren-Regimentden Preußischen Fahnen und wurde seiner ausgezeichnetenSprachkenntnisse wegen ins Hauptquartier des Fürsten Blücherkommandirt, war auch mit demselben längere Zeit in Paris.Ging nach dem Frieden zu seinem juristischen Berns zurück undkam 1818 als Assessor zum Ober-Landes-Gericht nach Stettin.Nicht lange währte es, so erhielt er die Beförderung zum Kam-mergerichts-Rath in Berlin, verheirathete sich und lebte mit sei-nem Vater in demselben Hause, Behren- und Markgrafcnstraßen-Ecke; nach dessen Tode ihm in der brüderlichen Einigung dasväterliche Gut Mcnkin zufiel. Wegen ohnehin schwächlicher