Druckschrift 
2,2 (1863)
Entstehung
Seite
760
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mark, wählte hier seinen Wohnsitz nnd machte dadurch Menkinzum Ausgangspunkte der Nkermärkischcn GeschlechtSliuie. DerChurfürst ernannte ihn alsbald zu seinem Kommissarius in derIlkcrmark, dessen Aufgabe es war, überall das landesherrlicheJnterresse zu vertreten, wodurch denn Reibungen mit der StadtPrenzlau als eine unausbleibliche Folge entstehen. Dieselbehatte auch schon in einer schriftlichen Eingabe vom 2l, August1626 sich beschwert über die seit 25 Jahren gezahlten Dcfensions-' geldcr, zu denen sie jetzt wieder herangezogen werde (3). Da derKrieg erst die Grenzen dcö Landes berührte, so hielt man hier eineBeisteuer zur Verstärkung der Armee noch für überflüssig; aberschon Ende Juli 1627 trafen seine Drangsale auch die Uker-mark. Die Dänen, denen ein Theil der Kaiserlichen unter denObersten Fünffkirchcn, Sparre und Colloredo gegen-überstand, verbrannten die Vorstädte und die Mühlen Prcnzlaus.Im Winter 1527 zu 1528 lagen über die gesummten Markenzerstreut die Wallensteiner und platten das Land, bestraften nichtallein strenge jede den Dänen geleistete Hülfe, sondern der Her-zog verbot auch dem eigenen Landcshcrrn die Abgaben zu zah-len, unter dem Vorgeben, weil darunter die Soldateska leide.In Preußen schon kämpfte der Schwedenkönig gegen die Polen,die Officicre der kleinen neutralen Brandenburgschcu Armeewaren alle schwedisch gesinnt und alle bessern im Lande harrtenauf ihn als einen Beschützer der evangelischen Lehre. Wal-lenstein erkannte jetzt schon in ihm seinen Hauptfeind, schicktedaher seinen Feldmarschall Hans George von Arnim,um Stralsund zu erobern. Im Juli 1728 war der Herzog inPrenzlau, wo beiläufig gesagt damals auch Artillerie-Stückegegossen wurden, als er zu bctheuern sich vermaß: „Und wennStralsund mit Ketten an den Himmel gebunden wäre, so müßtees doch herunter!" aber es kam nicht herunter, wohl aber blieben12550 Leichen seiner Krieger vor den Wällen der Festung, dienoch heute jeden 3. August als den Jahrestag ihrer Befreiung