Druckschrift 
2,1 (1863)
Entstehung
Seite
145
Einzelbild herunterladen
 

— 145 —

Tode seines Vaters, wohl veranlaßt durch seine mütterlichenVerwandte nnd seinen zum Theil Mccklenbnrgschen Besitz inden Dienst der Herzoge Heinrich und Albrecht von Meck-lenburg; daher uns auch Elzow erzählt, daß er Mecklen-burgscher Kammerherr gewesen sei nnd Pauli, ohne seineQuelle zu nennen, anführt: Joachim war lange Mecklen-burgscher Kammerjnnker und an diesem Hose in großem An-sehn. Damals kannte man jedoch eine solche Bezeichnungnicht, wenngleich sachlich diese Würde schon bestand. Der Adel,der dem Fürsten als Rath oder in irgend einem Hof-Amte alsMarschall u. s. w. diente, gehörte zu des Fürsten Hofgesinde, sowie auch Joachim von den Herzogen Vnser hosfgeßindevnd lieuer getruwer genannt wird. Wir ersehen dies ausnachstehender urkundlicher Verschreibung:

„Wy Hinrich vnnd Albrccht gebruder van gods gnadenHertogen to Mcckelcnborg, surften to Wenden, grauen toSwerin, Rostock vnnd Stargart der lande Hern bekennenopentlich mit dißem vnßem apenen Brieue dat wy demerbarn unsem hoffgeßinde vnd lieuen gtruwcn AchimWinterfelde vmme der gtrnwen Dcnste wyllen, die hievnns gedahen, ock henfür doen kau vnd schal, ock vor diegncdige vortroStinge, szo wy ehm Gorloße oder süßsincr Denste haluen dar für beloninge tho dohencn, ge-dahen hebbcn mögen viffhundert gülden rinsche an münteweringe vnnßer lande vp nafvlgende termyne, als hundertvp Jaeobi negest kamende, twye hundert im dürteindeniare, alle tydt sine genugßame qwitantien, vnnd die testentwyehundert gülden vp vnßcn vmmeslach, wen man derweiniger tall viertein iar schriuen werbt, gegen einer end-qwietinge vnnd overantwerdinge disser vnnßer schultuor-schriuinge gncdiglich tho entrichten vnnd betalen verhei-schen vnnd thoseggen genantem Achim Winterfeldt vnndsinen ernenn gemelte viffhundert rinsche Gulden vp baucn-II. 10