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1 (1893) Vom Jahre 1690-1866
Entstehung
Seite
158
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siebenjähriges Kind aus Wnticke hierher tragen mußte. Erwar damals ein schwacher, kränklicher, äußerlich und inner-lich verwahrloster Knabe, der sich aber lieblich entwickelteund mir nachher durch sein Betragen Freude machte. Nachseiner Einsegnung am 26. März l864 kam er nachDannenwalde bei Herrn Major von Rohr als Gärtnerund Bedienter. Es war ihm eine große Freude, wenn erSonntags uns besuchen konnte, um mit uns zur Kirche zugehen. Nicht ganz ein Jahr war er in diesem Verhältnisse,als er erkrankte. Still und geduldig ertrug er die großenSchmerzen seiner Krankheit, bei der ihn seine Mutter Pflegte,und starb ergeben am 4. März, aufrichtig betrauert vonuns und Allen, die ihn kannten. Bei seinem Bcgräbnißsprach Herr Pastor Gräfe über Jesaia 55, 8. BruderMnnchow mit den Zöglingen unseres Hauses gaben ihmdas letzte Ehrengelcite. Gebe Gott, daß er als ei» gerettetesKind eingegangen ist zu seines Heilands Freuden.

Ich konnte nicht zu seinem Begräbniß gehe», weilunser Minchen von derselben Krankheit ergriffen wurde.Das waren Tage der Angst und Besorgniß, doch dieGnade Gottes ließ sie wieder gesunden, obwohl noch eineandere Krankheit, die Lnströhrcnentzündung, dazu kam, sodaß wir eines Sonntags nicht anders dachten, als daß ihrEnde herbei käme. Und wir waren um so mehr um siebesorgt, da Ernst an dieser Krankheit gestorben war. Gelobtsei Gott, der unsere Gebete erhört und uns dieses KindesLeben anfs neue geschenkt hat.

Das Nettnngshans mit seiner höchst einsamen Lageund inmitten einer höchst eintönigen Umgebung giebt wenigVeranlassung zu Partien in die Umgebung. Desto mehrmußten kleine Reisen eine Abwechslung in den monotonenGang unseres täglichen Lebens bringen, wenn überhauptnur Punkte vorhanden waren, die etwas Interessantes dar-boten. Wie oft habe ich mich mit Sehnsucht in diereizenden Harzberge gewünscht, die so herrliche Schönheitender Natur darbieten, und wo Leib und Seele erfrischt wird,und Herz und Auge sich weidet an den Wundern der Allmacht