Druckschrift 
5 (1859) Urkunden der fränkischen Linie : 1378 - 1398
Entstehung
Seite
381
Einzelbild herunterladen
 

rechten, Frondiensten, Stewren, weisaten, halszgerichten vnd andern gerichten,gerichtszpenn, wildpenn, geleiten, czollen, vogteyen, gelt, zinssen vnd getreid-gulten vnd allen andern rentten, feilen vnd nützen, gewonlichen vnd vngewon-lichen. Dorczu vnd beydenselben allen, vnd bey ir ieglichem besunderr, vnsvnd alle die vnsern, Inwelher ordenunge vnd wesen die sein, die in der vor-geschriben herschaft sitzen, wonen oder dartzu gehören, die vorgenanten vnserSüne Johanns vnd Fridrich, als oft vnd dicke wir oderr die vnsern dez bedürftenvnd begeren, oder note geschieht, getrewlich czüm rechten schützen, schirmenvnd verteydingen süllen. Auch sullen sie vns Pernneck lediclich vnd vnuer-komert in Vnser hantt wider schicken vnd bringen hie czwischen dem nehstensandt Peters tag katliedra genant, oder sullen vns do für ein antwortten vndgeben Czwernitz vnd wunngesesz mit souil gulten vnd czinssen, als Pernnecküber ein Amptman gult vnd czinsse hat ongeuerde. Wir sullen vnd wollenauch vnser lebtag alle lehen, geistliche vnd werntliche, vnd alle gerichtspennoben vnd niden in den Lannden selber leyhen. Wir wollen auch Jerlich vnserlebtag von Castel Sechs fuder weins für vns haben vnd nemen, des pesten soer da geuellet. Vnd wir obgenante bruder, Burggrofe Johanns vnd BurggrafeFridrich, wollen vnd sullen vns aller anderr vnser Herschaft, Slosz vnd Stetemit aller zugeliorünge oben vnd niden Inden Lannden gentzlichen vnterwindenzübestellen, aüszürichten, hanndeln vnd den vor czusein, noch vnsern nutzvnd frümen, vnd auch alle schulde selber über vns nemen zugelten vnd ausz-czürichten, do mit vnser vater nichts czuschicken haben sol. Auch sullen vndwollen wir obgenante brüder, beide mit einander, noch vnser dheiner besunderr,kein vnser Slosz, Stat, Merckte, dorffer, Ampte oderr ander vnser Erblich guter,wie die genant seind, verkauften noch vergeben züvrtet, noch süst aüch nichthingeben oder empfremden, on wissen, willen vnd wört vnsers obgenantenlieben herren vnd vaters. Auch sullen vnd wollen wir, die yetzund genantbrüder, keinerleye geuerlicher gäbe hin geben vnser ieglicher on des andernwillen, wissen vnd wort; Würden oder müsten wir, von Mercklicher vnsersaclie oder schulde wegen, ettliclie vnser Slosz, Ampte oder guter versetzenoder leibgedinge hin geben, dieselben pfantschaft vnd leipgedinge sol vnserol)genanter lieberr herre vnd vater mit vns verbrieften vnd versigelen, ob sichdas also eyschen wirdet vnd not geschiht, Doch also, das er an derselbenschulde vnd pfantschaft nichts aüszrichten vnd gelten sol, vnd auch dorümbvngemant pleiben. Auch mügen wir obgenanter Burggrafe Fridrich der Elterdisz ordenunge vnd eynunge alle Jare czwischen dem heiligen Cristag vnd demObersten tag nehst dornach widerrüffen vnd abnemen gegen vnsern Egenantenlieben Sünen, mit vnsern offen versigelten briefen; Vnd welhes Jares wir disz

381