hernach geschriben stet Zum ersten, claz ein yeglicher fürst vnd herre in dreyenSteten, in yeder Stat ein Müncze haben mag hieczwischen vnd vnsrer frawentage ze Liechtmezze nehstkünftig, vnd nach denselben Liechtmezzen so solfürbas yeglich fürste vnd herre nicht mer Müncze haben, dann in einer Stat,vnd mag in derselben Stat smitten haben, wie vil er wil, Also, daz er newreinen Münczmeister hab, der die Müncz verantwurt. Ez sol Auch ein yeglichMünczmeister sweren, daz er, noch sein gewalt, kein gelt awsgeb, es seydann vor versüclit vnde bestee gerecht an körn vnd an aufczal. Man sol auchschawer seczen vber das new gelt auf den Montag nu schierst. Auch sol manfürbas slahen Newn vndczweinczig pfenning auf ein Wirczburger lot, halbvein lötig silber vnd das ander teil züsacz, vnd sol weizz gelt sein, als derbrief sagt, vnd sol keinen gevierten pfenning mer slahen. Vnd es sol auch süstmit allen andern pünden vnd artikeln vmb die Müncze beleiben vnd besteen,als die briefe sagen, die vnser herre der Römisch künig vnd die fürsten vonder Müncze wegen gesigelt haben. Auch soll man Haller slahen, die da be-steen am korn das dritteil vein lötig silber, vnd die zwey teil züsacz, vnd dersüllen geen an der aufczal zwenvndvierczig IT aller auf ein Wirczburger lot,vnd süllen wol geweisset vnd geviert sein, vnd der Haller sol man zwen nemenfür der vorgenanten pfenning einen. Auch wer dem andern schuldig beleibt,der sol Im einen guidein geben an derselben schulde für acht pfunt des altengelts, ye dreizzig alt pfenning ze rechnen für ein pfunt, hieczwischen vndMittvasten die schierst kümt. Mit vrkünde dicz briefs, versigelt mit vnsernanhangenden Insigeln, Geben ze Nüremberg, am Mitwochen vor sant Johanstag ze Sübenden, Nach Crists gepürt Drewczehenhundert iar, Vnd darnach indem Sechsvnd newnczigistem Jare.
(Original im -Königl. Ikirisdjrtt Iridjsardjiur.
Anh. das gewöhnliche Secretsiegel Burggraf Friedrich s V. (s. bei Nr. II.).
CCCLXVH.
22. Juni 1396.
Lamprecht Bischoff zu Babemberg und Fridrich der Elter Burckgrcife zuNüremberg beurkunden, class, nachdem sie zwischen Gerhart Bischoff zu Wircz-burg und Heinrichen Grafen von HennebergUrtheil gesprochen,*) etliche Stückeaber unentschieden geblieben, sie deshalb einen neuen Tag gen Bamberg ge-setzt, woselbst, da Burckgrcife Friedrich der Elter von Krankheit auf den Tag