II. Klaffe. Nach dem Waffenstillstände vom Zs. Januar s87swurde er von seinem Regiment beurlaubt und ernannte ihn der
bürg (II.) z» hole». Dieser schon gegen den Kanonendonner abmarschirt, ichihm nach, überbringe ihm den Befehl auf dem Schlachtfelde von Mars la Tour,treffe nur 4. Eskadron Hindenburg, bitte ihn um einen Zug, erhalte dendritten, danke ihm. !vir zur Bedeckung der Batterie Planitz, gehen vor undmüssen (um 5 Uhr) — vorläufig — zurück, halte» eine Stunde — Gesprächmit Hindenburg, gehen endlich vor und halten eine Stunde in lebhaftem Granat-und Mitrailleusen-Fener. Die Batterie geht (nach 5> Uhr) vor an die Chaussee,wir 200 Schritt hinter ihr: plötzlich starke Tavallerie-Massen bei der Batterie.Dieselbe scheint verloren, Hindenburg kommandirt: Marsch! Marsch!, mitBurrah drnf, ein schöner Moment, aber nur ein Moment: die französischeTavallerie durchbrochen, geworfen, in wilder Flucht. Hindenburg fällt siegreich,von einer Kugel in den Unterleib getroffen, Szerdahelyi verwundet, wir vielVerluste. Planitz ruft: „Ihr habt mir die Ehre und das Leben gerettet!" —Ehre Hindenburg! —
Wir gehen zurück, halten in weiterem Granatseucr. Nach einer halbenStunde (6 Uhr) brechen 6 — S Tavallerie-Regimenter aus dein Walde hervor,ans unserer Seite ZZ. Dragoner, Busaren. Wir sammeln uns, zoo Schrittvom heransprengenden Feind, kaum noch ä Züge, am linken Flügel, getrenntauf zoo Schritt von den anderen Regimentern, vor uns mehr als ein Regiment(Bnsaren). Finckcnstein mit Wrangel und dem Stabstrompeter (Wagner)setzt sich an unsere Spitze, Wedell und ich kommandiren: Marsch! Marsch! —Mit Hurrah drauf!
äs us suurni ni 1'oublisr ui lö räpvtsr. —
Mit Gottes Hülfe mich hcrausgeprügelt. Finckcnstein stirbt den Helden-tod! Wrangel verwundet.
Die Sonne geht unter, noch eine Stunde ans dem Schlachtfeld und drückeBindenburg, sterbend, die Hand. —
Bei Dunkelheit mit Wedell zurückgeritten, Hue de Grais gefunden. Wirdrei finden endlich die q- Schwadron wieder in Fonville." —
Am 22. August schrieb Wolf an seine Mutter aus dem Eantonnomcnts-gnartier Spada (nördlich von St. Mihicl, Departement de la Meuse):
„Seit gestern Abend hier endlich einmal wieder im «ZZuartier, bei sehrguten Leuten, benutze ich einen freien Moment dazu, um Dir etwas aus-führlichere Nachrichten zu geben, als es mir bisher per Karte möglich war.Hoffentlich sind Dir meine Karten vom t^., t?- »nd 2t-August zugekommen.Ich hoffe dies zu Deiner Beruhigung, denn ich glaube gern, daß, wennGerüchte von den Tagen des Z6. und t». Zu Dir gekommen sind, diese derArt sein konnten, daß Du zweifeln mochtest, ob unter den Wenigen, die»och leben, auch ich sei. Nun Gott hat mich sehr wunderbar geschützt undmir die Freude gegeben, Dir und Euch dies zu melden.