Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
Seite
510
Einzelbild herunterladen
 

— Zw —

wäre, der ihn abgehalten hätte, sein Abschiedsgesuch früher ein-zureichen.^

Leeoq berichtete an den Aurfürsten, daß sein Regiment durchWols's Entlassung „einen sehr guten und brauchbaren Officierverlieren" würde, er könnte sich aber der Einsicht nicht verschließen,daß Wols's Privatverhältnisse sein Abschiedsgesuch rechtfertigtenund beantragte er, daß der Aönig ihm, „da er bey höchst Dieselbenaus die (0 Jahre lang zugleich als Eammer Junker in Dienstenstehet^' und die vergangene OampuAne über den Dienst als ^clz'ou-taut im Regiment mit völliger Zufriedenheit seiner ihm vorgesetztenStabs-Oktioiors verrichtet und er niemals dadurch in der I.rmooandren Oktioiors Schaden zu thun gesonnen ist," den Eapitains-Eharakter zu verleihen.

Der General-Znspecteur von Bennigsen schloß sich dem An-trage Lecoq's an, zumal Wolf (p/2 Jahre als Sous-Lieutenantgedient hätte.

Am 3. April (730 genehmigte der Aurfürst Wols 's Dimission,ohne auf den weiteren Antrag seiner Vorgesetzten einzugehen —wohl in der Meinung, daß dadurch andere Osficiere würden ge-schädigt werden.

In der Folge trat Wolf seinen? Souverain, dem „Gerechten",persönlich sehr nahe.

Wolf konnte sich nun 23 Jahre lang Arnsdorf ganz widmen,dessen Verwaltung bisher fremden Personen hatte anvertraut werdenmüssen.

Auch widmete er sich mit Eifer und viele Jahre hindurchals Vorsitzender des Leipziger Areises den landständischen An-gelegenheiten und der Vormundschaft (seit (77Y) über seinen Vetter

* » Ich trug Bedrucken, zu einer Zeit mein Wohlseyn dem höchsten Dienstvorzuziehen, in welcher es fast keinen Werth hat."

^ Lr wurde erst am z^.December Kammerjnnker.