Druckschrift 
2 (1892) Bis zur Gegenwart
Entstehung
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von Degenfeld, späteren preußischen Kriegsminister, welcher den Namen unddas Wappen der Schömberg mit dem seinen verband.

Der Großvater mütterlicher Seits von Wilhelmine von Tümpling,Maximilian Freiherr von Degenfeld, der fünfte Sohn Christoph Martin's I.,war am l7. September zs^s geboren und seit frühester Jugend Page amkurpfälzischen Hofe. In seinem Z2. Jahre wurde er, unter Leitung desDr. Illsol. Fabritius, dem kurpfälzischen Gesandten in Paris, GenerallieutenantBalthasar, mitgegeben. zssz berief ihn der Kurfürst zurück, Z6SH ward erGeneral-Adjutant des Reichsmarschalls, Markgrafen Leopold von Baden, indem Zuge gegen die Türken, ZKS7 Rittmeister. In letzterem Jahre ging erin außerordentlicher Mission nach Wien, um Kaiser Leopold I. zu seiner Ver-mählung zu beglückwünschen, ZS63, nach dem Aachener Frieden, nach Madrid.Als im Jahre Z67Z des Kurfürsten Tarl Ludwig Tochter erster Ehe, ElisabethCharlotte, dem Herzog Philipp von Vrleans, Bruder Ludwigs XIV., ge-opfert wurde, begleitete Maximilian dieselbe als Gesandter nach Paris. Ervermählte sich am zo. September desselben Jahres auf dem Schlosse zu Heidel-berg mit Amalie geb. von Landas, Tochter des kurpfälzischen Hofmarschallsvon Landas und der Amalie geb. von Hammerstein. Dieselbe starb Z63Z.Am 2Z. September zs86 vermählte er sich zum zweiten Male zu Hannovermit Margarethe Helene geb. Freiin von Canstein.

Maximilian führte noch mancherlei diplomatische Missionen aus. Als imJahre zsso dem Kurfürsten Carl Ludwig dessen Sohn Carl folgte, ernanntedieser ihn zum Geheimen Rathc. Seine Verdienste um die Pfalz zur Zeit desfranzösischen Einfalls retteten, was noch zu retten war. Das im Jahre ZS8Zzur Regierung gekommene Haus Pfalz-Neuburg wußte ebenfalls ihn zu schätzen.Seine letzten Lebensjahre brachte er zu Frankfurt a/M. zu. Er starb daselbstan Auszehrung am t5. Februar zsy7 und wurde im Erbbegräbniß zu Eybachbegraben. Seine Wittwe starb erst Z7-Z6. Sie hatte ihrem Gemahl 2 Söhne,Philipp August und den oben genannten Christoph Martin II., und 5 Töchtergeschenkt. Zwei von diesen starben in frühester Kindheit, die eine, MarianneLuise Amalie, vermählte sich mit Adolf Ferdinand von Schön berg und warddie Mutter von wilhelmine von Tümpling. Ihr ältester Bruderstarb unvermählt am 27. Juli Z750 als Hessen-Cassel'scher Geheimer Rath undGenerallientenant. Ihr jüngster Bruder Christoph Martin II., geb. 2S. AprilZ68g, brachte sein altes Hans zu neuem Ruhm und Glanz. Er stand zuerstin kurbraunschweigisch-lüneburgischcn, als Rittmeister in kaiserlichen Diensten,als Gberstlieutcnant und Gberst in kurpfälzischen. Am zs. April Z7Z6 wurdeer von Kaiser Carl VI. in den Reichsgrafenstand erhoben. Z7Z8 trat er alsGeneralmajor in die preußische Armee, wo er Z7Z0 Generallientenant, in derFolge General der Cavallerie, Geheimer Etats- und Kriegsminister, sowie,schon im tvktobcr >7Z2, Ritter des Schwarzen Adler-Grdens wurde.

Christoph Martin vermählte sich, wie oben erwähnt, Z7Z7 zu Londonmit der Gräfin Marie von Schömberg. Er starb am zs. August Z762 zuFrankfurt a/M. Seine Gemahlin war schon am 2y. April dieses Jahres ver-

von Tümpling. II. 3^