seit Ende s806 von den Franzosen unter General Gras Loisoneingeschlossen war. Ain 23. April trafen sie, zusammen 500 Mannstark, Nachts dort ein, wo der französische Divisionsgeneral Teuliö,zu dessen Division sie stoßen sollten, ihnen auf einer höhe hinterdem östlich der Stadt gelegenen, am s0. März besetzten, VorwerkeBullenwinkel eine Stellung anwies — einem Punkte, von welchemaus die Festung beschossen werden konnte.
Die Festung zählte damals 6000 Seelen. Eommandant warOberst von Loucadou, Vice-Eommandant Hauptmann von Walden-fels. Unter der meist aus Selbstranzionirten gebildeten Garnisonbefand sich der Lieutenant von Schill, vom Dragoner-RegimentAönigin, welcher mit einer bei Auerstädt am sH. October s806erhaltenen Uopfwunde dorthin mit seinem 600 Mann starken Frei-eorps gekommen war. Die Bevölkerung war, trotz Saalfeld, Jenaund Auerstädt, trotz der Übergabe von Magdeburg, Aüstrin,Stettin, zur äußersten Gegenwehr entschlossen; ein Greis von70 Iahren, der hafenrendant Joachim Nettelbeck, ging Allen mitleuchtendem Beispiel voran.
Am s3. März war die Einschließung Uolbergs von der Ost-und Westseite vollendet; am sH. ließ Loueadou die Stadt ringsumunter Wasser setzen und die Lauenburger Vorstadt niederbrennen,am 2s. die Geldervorstadt. Schill vertheidigte die Maikuhle.Von? 25. März an übernahmen die 700 — 300 Mann starken,bewaffneten Bürger den inneren Festungsdienst. Am 5. Aprilnahm Marschall Mortier (3. Armee-Corps) sein Hauptquartier inZernin, übergab aber an? sH., wegen des Vorrückens der Schwede??,das Eommando dem Divisionsgeneral Grafen Loison, indem erselbst mit einen? italienischen Infanterie-Regiment nach der Oderaufbrach. Schill schiffte sich an? s5. nebst einen? Thcil seinerEavalleris nach Schwedisch-Pommern ein.
Nur mit Widerwillen kämpften die Sachsen gegen die Preußen.In der Nacht vom 28. zu??? 2g. April gingen von ihren Vorposten