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Des sechsten Buches Ll-lp. XXII.
ter aber hat der Regen die Oberhand und treibt d»e grosse Sommers - Hitze ^,'AjA ^die Portugiesen mit aller Gewalt darzu/ daß he die 5eÄe halten müssen : also ^
nennet man die Gewohnheit/ so sie haben/ b'.ß daß die größte Hitze vorbey ge-wichen/ vier oder ftmff Stunden auff einem Bette zu ruhen. Das Erdreichst aantz sandigt/und zum Feld-Bau nicht eben am bequemlichsien/ hinge-aen aber an Weinwachs'/ Oliven/ Feigen/ Citronen/ und Pomerantzen-Baumen / um so viel desto fruchtbarer und überfiüßig mit Vieh/ absonderlichden Ziegen angefüllet / aus derer Milch die Einwohner überaus stattlichenKäß zu machen wissen.
Das gantze Land ist absonderlich nach dem Meer wohl bewohnt- SeineVölcker sind behertzt/arbeitsam/ und überaus unbarmhertzig / und wird keineNation zu finden seyn/ die sie nicht aus Verachtung/gegen der Ihrigen/weitgeringer schätzen sollen-
Die Anzahl der Edelleute ist nicht sonderbar groß/ allein so sind die jenigewem'ge wegen des Adels um so viel desto eyffersichtiger/ und machen eine weitgrössere Pralerey von ihrem Herkommen- Das Frauen-Volck ist schön/ sinn-reich/und von Natur freudig und fröüch/ welche Frölichkeir aber sie gegen nie«mand anders als gegen denen Frembdm/ die sie hesttiglich lieben/ von sich ver-spühren lasten. Die Frantzösische Freyheit berührt ihnen öffentlich das Hertz/wann sie derselben Lonveri^illn gcmcssm können/ allein man muß sich darinnziemlich wohl in acht nehmen/ daß solche wegen der gewaltigen Eyffersucht derEltern und Manner nicht offenbahr gemacht werden- sintemahln man gar we-nig eyffersichtigere Nationen antreffen mag- Die Männer Messen ihre Wei-ber auff das ernstlichsic in das Hauß/und dörffen wohl gar öffters die Schlüs-sel bey sich tragen. Wann es die Noch erfordert/ daß sie ausgehen müssen/bedecken sie die Hclffte ihres Angesichts mit einem schwachen Flor- Sie ver-meynen daß es eine grosse Tugend seye/ wann ihre Weiber zu Hauß verblei-ben/und fleißig die Rosm-Kräntz und paccr dioKcr beten/ so gar/ daß sie auchdiejenigen / vor die Allcrehrlichsien halten/ welche derselben am meisten mitAndacht herunter werffcn.
Der Tapfferkcit und überaus groß angewendetem Fleiß der Portugiesenhat man die gewaltige reiche Handlung / welche der Länge nach an der mittä-gigen Cüsten von Aftica und Orientalischen Indien getrieben wird/ einig undallein beyzumessen. Ihre Eroberungen und Gewerb erstreckt sich auch gegenBrasil.m im Orientalischen Indien. Die Spanier/ die Anno l6z6. über diePortugiesische noch andere Nationen mehr wieder die alten Besätze und Frey-heiten
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