Des sechsten Buches Lap. XVII.
4?8
unserer Kriegs'Arbeit verbessert/ und noch mit mehrer Weitläufigkeit in derneuen Auflag/ ausführen werden/ einig verpflichtet. Das Frauenzimmer inWelschland ist lang/anm hmlich/ sinnreich-geschickt und verliebt/wird aber miteiner eben so grossen Wachsam/uno rauhen Evffcrsichtigkeil als in Portugallverwahret! so daverursachet/ daß sie denen Frembden wett geneigter/ als ihrer
selbst emmm Natwm ^elschlgndes bestehet am allermeisten in
Seiden/ Oehle und Wein. ^ ^ ^
Die Martial und Kriegerische Natur der ItaiiZncr/ scheinet als wann
sieseisdem/alsdcr Käyseiliche Stuhl von Rom nach Constantmopel gebracht/
und das gantze Land in unterschiedlich absonderliche Hursienthumer und Herr-
schafften ein-und abgetheilet worden ist/( zudem der Ubeifluß ihrer vielsaltigen
ErcMicbkeiten/ die man darinnen haben kam die sie viel geschickter zu Vollste-
hung tückisch und auffrührischer Änschläge/ als zum Krieg gemacht/ hinbey zu
setzen) gantz und gar aus der Art geschlagen Haben.
Diesem allen aber unerachtet/ so kan man /etoch nicht verlaugnen/ daßm unsern gegenwärtigen Zeiten/ sich ein und andere Kriegs-Obristen dann-nen hervor gethan/welche durch ihre Tugend und Tapffcrkeit beydcnenNach-kömmlingen ein grosses Lob erworben haben. . ^ ^ .
Die Popistische Religion flonret aller Orthen in Italien/ und ist auch metlichen Städten das Iudmthum / in Hoffnung einer heiligen Bekehrung/< ausf welche absonderlich in Rom/ ncchst eines ausdrücklichen Befehls / demalle Juden nachkommen/ und einmahl die Woche über eine Unterrichtung imGlauben anhören müssen/ sehr starck getrieben wird) zugelassen.
^ (o)
Das