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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
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Des sechsten Buches Oap.xvii.

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tes lustiges Erdreich/das mit dem Aller besten in gantz Welschland mag verglichenwerden- Die fruchtbare Felder/anmuthiae Berge und Hügel / schöne und feiteWiesen / Citronen und andere nützliche Baume / nebst einer grossen MengeWem-Gcirlen/in dcn.n der allerköstlichste Wein zuwachsen pfleget/ pflegen denenEmwohnern nicht geringen Nutzen zu bringen- Gantz welches fast

«inerrundenFigur ist / hundert und zwantzig Italiänische Meilen lang und hun-dert breit geschätzet wird/war vorzeiten eine mächtige Kc^ubii^ne, die denen altenRömern lange Zeit viel zuschaffen gegeben / biß endlich die reiche und mächtigeForemimsche ?amüiL cli.- ^lccliceiz den meistenThest davon erhalten hat- Die^.'.Läicei sind über 2O0. ansehnliche Raths - Herren zu Florentz gewesen- Loz.N1U51.lvlccliceuz, ein sehr reicher Kauffmann setzte sich von An- >4;z.bißi4<55.zu Florentz in solche k-enomme, daß er nach seinem Tode psrer t'zrriT genennetwurde. ^icxanclerXtccliccuz hatte mit der Stadt Florentz grossm Streit/ inwelchem er mit den Seinigen viel ausstehen muste. Als er aber sich des KaysersCaroli V. natürliche Tochter ^rgarerl^m vermählete / so wurde die Stadt Flo-rentz mit Gewalt erobert / der Freyheit beraubet/und dieser ^!ex?.näcrAn.i 5 zi.zum ersten Hertzoge zu Florentz gemachet. Sein Nachfolger doxmuz 1.«^nu5,^cciiccu5, ward An. -569. von Pabsi ?w V. zum Groß' Hertzoge vonFlorentz crciret / deswegen sein Sohn ?ercimanciu5 I. tolcciiccuz erst An. 1575.am Kayserlichen Hose die Lorkrm.ilivn erhalten.

Der heutige Groß-Hertzog von Florentz ist Loswux m.^scchccuz, geboh»ren 164X. luccechrctt An. 1670.

DerErb-Printzist^v^dldl^Z L/rZic^gebohrm -<<7i-dasgantzeLandwird nach denen drey Huupt- Städten / Florentz/Pisa/Siena/in drey Stü-cke abgetheilet- Demnach ist:

l. Das Florennnische Geblethe/ Iral.u ,1ar-?1orcm1-

nuz /^gcichat folgende dcnckwürdige Oerter:

l - Florentz/ lar. kgorcmia, Iral. Morci^a, die Haupt- Stadt und ordentlicheRksidentz der Groß - Hertzoge an dem Flusse Awo / wird wegen ihrer Grösse/' Schönheit und Reichthümer von denen Italiänern i-^ NKbb/r chj? Schöne ge-nennet- Sie ist das Haupt des gantzen Hetruriens/ und einErtz-BischosslicherSitz. Sie wird von dem starcken Flusse Amo in zwey Theile gesondert; ist mitm t breiten und weiten Gassen gezieret/gegen Morgeli und Mitt- macht mit über-aus lustigen Hügeln/gleich als ein llicarrurn oder Schauplatz umgeben /und auffdenenselb'gm mit vielen fruchtbaren Bäumen versehen- Gegen Mittag hat sieein schönes und ebeues Feld- Sie wird wider alle Anläuffe ihrer AusländischenFeinde durch das Apenninische Gebürgt verwahret/ und wegen ihrer Vor tresslig-kenundSchönbeit dermassen aerühmet/ daß man sie auch vor die Blume (vonweichem Worte Nore sie ihren Nahmen haben solle/) und Ausbund aller Stäorein gantz Italien zu halten pfleget- Sie hat eine grosse Anzahl allgemeiner Palla-

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