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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
398
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Des sechsten Buches lüap. xvii.

Kttte/eine/mit weiß und rothem Schmeltz-Werck gezierte Rose; aberder Gute genannt/ hat die Rose in ein güldenes Oval verändert/worauff/ zumAnzeichen der Verkündigung der Englische Gruß gebildtt ist.

Der Hertzog Emanuel pbiiibcnuz hatzumEhrcn-Gsdächtniß der fünffWunden Christi unsers Herrn/zur obermeldeten Rittcr-Zahi noch fünff hinzugethan-

Der Se.Mony Orden m Gavoyzn/ist Mns 1454. in dem Closter

Ripaillc durch ^macleum VII. ersten Hcrtzogm von Savoyen/ so HernachmahlsPabst/ und kelix v. genannt/ gestiffeet worden. Dieser Hertzog ist auch daserste Haupt und Meister unter dem Titul eines Dechant oder Dechants gewe-sen. Er machte zchen Ritter/ und musten dieselbe aus denen Vornehmstenvon Adel und 60. Jahr alt seyn/ ihr Habit war lang,' von groben achsgrauenTuch/und einen breiten Gürtel/ihre Kapp und Haube war wie eine Präsiden.«ten Mütze gestaltet. Sie tragen ein gülden Creutz auff der Brust zum Zei-chen ihres Adels und Gottseeligkeit- Dieser/ gleichwie auch der St- Lazari-Orden ist mit dem ^rmonciaden-oder VcrkündiMgs-Orden vereinigt-

Der Treu! des Hertzogs von Savoyen ist : viKor/rm-Meux vonGOt-tes Gnaden Hertzog von Savoyen/ Chablais/ Aost und Montferrat Printzvon Piemont/ Marggraff von Saluzzo/ Grass von Geneve/ Romont/ Nlce/Ast/ ^ende/ Freyherr von Vsux und i^oucignx, Herr von Verccü, von Marggrass«thum Cevk/ Oneglia und Maro, Marggraff des Heiligen Reichs/König vonCypern :c.

Seine Ä.iberey ist roth.

VI.

Die Art und Beschaffenheit von Savoyen.

V^/ev, Die L.usst ist hierzu Lande ziemlich tempmrk; ausser daß in etlichen Val«lonen oder Thälern dero Hitz denen Frembden im Sommer beschwerlich ist.^e V.//.Die hohen Gebürgso Südwärts liegen/sind auff ihren Spitzen jederzeit mit/>. ^79- Schnee bedeckt/und sagen die Reisende/ daß die Lufft auss sothanen Höhensehr kalt und subtil ftye. Die Berge/ so etwas niedriger/ und die so an vielenOrten dieses Landes gebauet sind/ geben wegen ihrer Unterschiedlichkeit/ undweil die Hügel hin und her mit Gehöltze und Weinstöcken besetzt/ ein lustiges An«sehen. Es giebt deren auch nicht wenig/ deren Thäler sehr gut Korn- und Ge«träyd bringm.

D'e Wälder so den lnehrem Theil dieser Berge beschatten/sind voller Wild«prät/ als nemlich Hirschen/Wild-Schwein/ Gemsen/ Sttinböcke/ Murmel-Thiere DerStembock ist fast gar als ein Hirsch/ geschwind und hurtig/

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