Des sechsten Buches XVI.
In den umliegenden Gegenden befinden sich sehr viel Steinklippen / derenMrckenswürdigste pomico, Z^lreinz, Vlicunisia^c. sind.
§. 6.
Von denen Jnsuln Andro, Tina , und denen Kleinemi^!, welche um diese herum liegen.
Je Jnsul Andro wurde von den alten Griechen auch Sldrusia/ Epagaa/"und Andros geherssen; ein und andere heut zu Tag nachcr Orient fahrendeSchiffleuthe geben ihr den Nahmen Andri oder Andria-Sie muß vor diesem/wie man dann aus der Menge ihrer abgerissenen undhin und wieder sich befindend-zerstörten Orthen gar leichtlichm fchliessen kan/überausVolckreich gewesen seyn.DiealteStadtAnd.os/welche mitten in erJn-sul läge ist fast gantz ruiniret/unddiejenige/so heutiges Tages eben diesen Nahmenträgt/ auffdie Höhe eines Felsen / zu äussrjt einer Erdzungen / auffgebauct wor-den. Man siehet zugleich dasel bsi das Korion oder die Guardia / das gleichergestalt auf einem inschlichttn Felsen ligt / der auch eine steinerne Brücke an dasErdreich der Insu! angehefftet- Sie hat benebst dem grossen Überfluß an Früch-ten viel süsses Wasser/und ist in einer guten Anzahl Klippen emgeschranckl / vondenen die wichtigsten L^c. sind z diese Letztere trägt ei-
nen Italiänischen Nahmen/ welcher eine Khppe bedeutet/ und die selbst eigeneBeschaffenheit seines Landes anzeigt; es ligt alles öd un" verwüst.
Die Jnsuln Tma und Jvtlioo sind aus der Zahl derjenigen / so dieAlten wegen ihres Lagers/das einem Cn ckel ähnlich scheinet/Cyclades gcnennethaben. <Sdie gehören ^tzo bcyoe denen Türcken.
?- Die ersten Nahmen der Jnsul «Lina waren Hydrusia / von ihrenWassrn/ und Ophiusa/von denen darinnen sich befundenen Schlangen her:bald daraufnannte man sie Tenos / woher auch der Nahme Tina gekommen-Vor Alters ist sie wegen eures Tempels und eines Gebüsches / daß man demNeprunv aewidmel/weit und breit berühmt gewesen/ sintemahl dasVolckausallen Orthm gantzhauffenweiß um oiejer Gottheit des Gewässers zu opffem da«hin gelauffen kommen, wie solches 5rrZbc>m seinemx. Buch bezeuget-
Die Stadt oder vielmehr das B.o: ton der Jnsul Tma / ligt zu Füssen ei-ner Festung / welche der Rcpublic Venedig eben so wohl als die Jnsul sechsten zu-gehörig ist/eine grosse Meilwegs ins Meer hinein- Das Land"trägt sehr herrli-chen Wein- gantz woblgcschmackke Feigen/ und hat einen grossen Überfluß anCaninichen- Man handelt auch mit Seiden darinn. Di< Einwohner sind der
Papi-