Des sechsten Buches Lsx.xv.
ihr vermeinter Prophet Mahvrneth fein Geschlechte von Sara AbrahamsWeibe hergeführet hat/ oder von dem Arabischen Worte welches
so viel Heisset als Strassen - Räuberey treiben) und nöthigten sie nach vielenSchlachten/ daß sie ihren Glauben annehmen/ und sich^mic ihnen vereinigenmusten. Nach solcher Lonjmi6kic>n der Türcken und Saracenen breiteten siesich im 6.7.8^.io.i ^und i!.5eculc>gkwa!k !saus /!iessensichin Asia/Afr ca undSpanien von etlichen Fürsten regieren/ weiche sie Caliphen d.i. Nachfolgernenneten. Gn solcher Caüpha und Sultan setzte sich auch zu Cogni einerSttdt in Natolien Namens welcher vor andern mächtig war/
und zum Ausgang des dreyzchenden Lec.ib mit Tode abgieng.
c^s»- Nach dessen Todt ward sein Land Anfangs getheilek/ und bekam einer-^ ///. Nabmrns ein Schwejier-Sshn vorgedachtm^chm,nu?
^-^die Provintz ciarsmamen. wozu er aber durch^ seine Tapfferkeit in kurtzer Zeit^.viel andere Lander brachte/ und im Jahr Christi i;vz. den Grund zudem//., 7. mächtigen Türckischm Reich? legte/ welches das Griechische oder OrientalischeKäyskllhum v rschlungrn/ und an sich gebracht/ und daher von ihm die At-tomanmsche Pforte gmennet wird. Die Türcken pstegm m ihrer Sprachedie Residei tz'lsies Monarchen insgemein eine Pforte zu nennen/ daher solcherBeynahme beliebet worden- Die Türcken aber nennet man also von ihremVatler Lande Tm ckcstan/ worinn? sie gewöhnet ehe sie sich im Jahr Christi76). mit denen Saracenen vereiniget haben. Sie laßen sich aber lieber Mu«selmänner/ oder Rechtgläubige/ als Türcken nennen / weil in ihrer Sprachdas Wort Türck nichts mehr als einen Vieh-Hirten oder gemeinen veracht»stehen Land Mann bedeutet. Das Wort Mahomechist hören sie auch nichtgerne/ weil das Wort Mahometh nicht mißbrauchen wollen / indem ihr ver-meinter grosser Prophet / welcher den oder das Buch von derMahomekhanischen Religion in Arabischer Sprache gemachet/ und AnnoChristi 6)i. gestorben ist/ den Nahmen geführet/ dessen Lehren sie gantz un-gemein hoch und heilig halten-
-Abgedachter der von dem Jahr i?oz. biß 1527-
nach Christi Geburth regieret hat/verlegte feine Residentz nach l^usta oder bm-Kn in Vithymen/ und verstattet? seinen Unterthanen grosse Strassen -Räu-dereyen gegen die Nachbarn / daher sie mit dem Nahmen Türcken belegetwuroen- Von der Zeit an ist solcher Nahme gantz ^mverläl blieben. SeinSohn OrcliÄnez, der ihm Anno 1527. im Regiment folget« / warsehr glücklich wieder den Griechischen Käysertii. und eroberte Anno 1529, Nic-xam m Bithynim uebst vielen
an-