»88 Des sechsten Buches XV.
mehr finden kam Muthmaßlich/ aber sonder gewissen Grund/ will mattebenen Platz auff Türckisch genannt/ dafür angeben- Dir Zeit/
so nicht nur die Stadt/ sondern auch alle Überbleibsel davon verzehret/ haknichts mehr davon/ als leere Bemerckungen bey denen Scribenten hinterlas-sen- Mit Folge der Jahre ist hernach der Nahme N-zronz mit Narema ver-wechselt worden. Das alte soll eine sürtreffiiche Pfiantz^Stadt oderCvlonieder tapffern dkömer gewesen seymundunler denen Jllyrischen Platzen/mit allen andern um den Vorzug gestritten haben. Ihre Regierung bestündeaus einem Römischen Land-Pfleger und Rath/ nebst einem hohen Tribunal/dey weichem die Streitigkeiten der umliegenden Gespanschaffren ausgemachetworden. So bezeuget Varro/ daß 8?- Städte sie vor ihr -Oberhaupt erkannt/und bey ereigender Ttrittigkeiten zu ihrem Tribunal und Richter-Stuhl dieZuflucht nehmen müssn- Ja kllinmz zählet zwölfferlcy Völcker so in 620.Capitainschafften entsondert gewesen/ in zusammen kommen muffen»und weil er darunter der Ceraunier wähnet/ so erhellet daraus klar und deut-lich/ daß ihr weites Gebiethe m^pi>o,bjß wo das Adriansche Meer sich ent-scheidet/ und von Jonicn sondert/ sich erstrecket habe. Als hernach frembteVölcker die Europäische Länder als eine Fluth überschwemmeten/ so haben dieGciavonier und Serdlianer diese Gegend ziemlich verwüstet/ und endlich dieStadt dermaßen geschwächet/ daß sie in ihre Ruinen verfallen.
5. Ging/ lar. Änium, oder 5in!z, wird auch von einigen 5cin genennel/eine mit starcken Mauren und Thürnen/ auch hohen Wällen bevesiigte Stadt/und Citadelle ohnweit dem Kusse Cettina auff einem hohen Berge funffzchmMeilen von Clissa gelegen- Die Natur hat diese Stadt in Dalmatia auffzweyen Seiten mit fast unzukommlichen Stein-Felsen versehen/ auff denenübrigen hat die Kunst mit Mauren/ Thürnen / und Wällen das Ihrige bey»getragen. Die Tücken hatten eine Besatzung von ?oO<z. Mann darmnc/welche sich äecherar clcfencliret. Doch Anno 1686. bemächtigte sich der Ge-neral von St. Paulo dieser Vestung den 28. Septcmbr- nach einer fünfftä«gigen Belagerung mit stürmender Land/da denn der Unter-undOber-Sradt/auch dem Castell die meisten Türcken niedergehauen wurden- Gleich nachder Eroberung kam der Entsatz unter dem Baffa von Arcegovina bey derVestung/ aber zu späte/ an- Das folgende Jahr >687. kamen die Türckenmit einigen Canonen vor diese Stadt/ und wagten den 24. Aprilis etlichegrausame Stürme/ nachdem sie unter dem Bassa von Boßmen der Vestung10. Tage har t zugesetzet hatten. Eben an diesem Tage ward sie von dem Ge-neral Comaro/ aus Spalatro/ Clissa und Traci entsetzet- Anno 1655. wden Carlowitzischen Frieden / ist sie denen Venetianern gelassen worden. Die
Vestung