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Des sechsten Buches Lag. XIV.
desselben/ welche mit zehntausend mißvergnügten Ungarn unter ihm und demSirmay/dahin abgezahlet war / den Kayser i-copoläum in seinem LusthauseLaxenburg ohnweit Wien zu überfallen / und sich des gantzm Kayftritchen Hofesaufeinmahl zubemachtigen/ auch des Königreiches Ungarn sich zu ummimssen.Man hatte die Vermuthung daß er zu dieser Unruhe von dem alten Grass Töcke-li/ seinem Stieff- Vater/ veranlasset worden. Einige backen zürn
Schein dem Kayser versprochen vierzehen Regimenter zu bevorstehenden Knegemit denen Zrantzosen anzuwerben/di? zu Laxenburg sollen Plenum werden/unddas waren die Rebellen/ welche den Kayser solten gefangen nehmen. Wie aberder Hauptmann l-onZucval, der sein vomLltigue eine zeitlang gewesen/die Lm-responäentz des Msten Ragozzi >nit dem Könige in Franckreich / und dessenVorhaben entdeckte / so ward Ragoczi gefangen genommen / und aus seinemSchlosse unvermuthet nachEperies/ und von dar nach der Wienerischen Neu«fiadtgeführet-
Hier brachte er aber bald den über die Staats - Gefangene bestellten Haupl-mann/Gstlfried Lehmann von z 7-Jahren / auff seine Seite / welcher die vor desFürsien Gemach siehende Schiibwache ein Licht anzünden liesse / und vor denDragoner unt?rdess n die Wache halten wolle / aber den Ragoczy alsobaldmsmHauptmanns Z?mmer-welches darneben war/brachte/ und als derselbe dämmnfich in einen Dragoner verkleidet / auff seiner Achsei einen Mantel-Sack tragend/zum Burg Thore außzugehen und dieFluchtzunehmen den s.OÄobr. i/o-.er«laubett. Hierzu waren in der Vorstadt des Ragocz Bediente mit Pferden/welche ihn nach Ungarn begleiteten. Der treulose Hauptmann aber isi daraufden 24 vcc. 1721. zu Wien enthauptet / und sein Leib geviertheilet und an dieHaupt-Strassen gehencket worden. Hierauffwurden dem 10000. Gülden ge«bothencher den Ragoczi lebendig/und 6ovo. dem/ welcher lhn todt oder nur denKopffin Kayserliche Gewalt licffern würde- Die Gemahlin des Ragocn mußtzu Wien in ein Kloster gehen/Sie ist Lbarlanz , Landgraffsu Hes«sen Wanfried Tochter / gebohren 8. 167?. Der entwichene RagoczyTagRe-machteunterdessenmitFrantzösischenHülffs- Geldern grosse Anstalten eine Ar-gistcr«-/ mee aus die Beine zubringen / um sein Vorhaben in Ungarn auszuführen. Er6«. 17O?. wurde aber wegen des begangenen Lrimimz IZchr lvizjcstariz und Pcr<^uciliom5
170).den zo.Xpnl.zuWicn seines Kopffes/wie auch feiner Haabund GütherdesGrcsverluftigerklähret Seiner Gemahlin erkannte man 20oo..denen beyden Prin-scnLcbcn tzen 5000. Thaler zum Unterhalt zu- Dem ohngeachtet so bekam er in Ober-undTha« Ungarnbaldeinensomächtigen Anhang/daßer denen KayserZichen weitüberle«ten srn war- Die Okebellen dücvlau3 Lere-cm und L2ro!i stiksscn mit ihreni44i.un^men zu ihm/und brachten 20000. Mann zusammen / welche sich hernach auss1578. 4^oo.starckvermehreten. DieRebellen eroberten den PaßKalo/Hust/Zoll«