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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
252
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Des sechsten Buches O-p. xiv.

Ik.

Von Nieder--Ungam.

L?:eder-Uttgarn/ 1-ar. idi?LH.i0Kist der andere Hheil

von dem eigendlichen Königreiches Ungarn/ weicher von der Donau an gegenMittag zu biß an Selavonien gehet- Es wird dieser Theil auch in dreysch^Gespanschaffcen/ t.ac. Lomirarus, oder ?ÄlacinaruZz Graffschafften/ getheilet-Die berühmkelien Städte/und Vestungensind diese:

I.II. I - <i>f«n/ t.ar. die wohlbevestigtt Haupt'Stadt von gantz Ungarn/lieget an der Donau gegen Pesth über/ und war hiebevor der Könige in Ungarnordentliche Residentz. Sie wird in die Ober-und Unter-Stadt getheilet ist großand volckreich. Dieser berühmte und ansehniiche Ort ist gantzer 14s. Jahr jyder Türcken Hände gewesen/ und nach und nach ziemlich verwüstet worden. Ausdem Berge 5r. Nieronxmi oder Gerhards Bergt lieget ein starckcs Blockhaußoder eine Schantze/ daraus die Stadt kan bestrichen werden- Das Schloß lie-get auff einer Höhe/und ist von Käyser 5iZizm>.mäo mit einer Mauer umgebenworden- Die Gespanschafft der Gegend wird LomirarnZ desiKensiz genmmt.^nno 15 26. nach der unglücklichen Schlacht bey Mohacz/darinne der letztere Kö-nig in Ungam l-uüovicu511. geblieben/geriekhe diese Stadt den in derTrucker, Hände/ welche sie aber damals wieder verliessen. Damals wurde dieStadt und Schloß geplündert/ und die herrliche Libliorbe^ue des Königes ^l-u-rblX dorvini grösser, Theils verbrannt und zerstreuet. Nach dem Abzug derTürcken hat ^obsnnez von Grass von Zipö/hernach König in Ungar»die Stadt besetzet/ist aber /inno 1527. von König ^cim-incio ausgesaget wor-den. haben die Türcken diesen Ort gedachtem König tsob-mni ero«bern helffen- Hierauff ist die Stadt mehr bevestiget/ und daher von König ?«-tlmanci» r 5 zo. - 5; I- vergeblich belagert worden. Nachdem der König ^0-büNNez-l- 1540. mitTodc abgegangen war/ so serlangete KönigkeräinznclW daß sich dessen Witbe/ mit ihrem unmündigen Printzen nach Sie-benbürgen begeben und ihm die Ungarische Crone cecliren/ auch Ofen einräu-men solte. Wie nun die Königin auff des Bischoffs zu Waradcin eeorZiiAnrochen dieses verweigerte/und sich in den Schutz des Türckijchen K äysers 60-lymanni begab/so belagerte des Königs i-erciinancii General Wilhelm vsn Ro-gmdorffdie Stadt Ofen/welchederTürckische Käyser ^ol^msnnuz ii.abermt-fetzte- Hierauffverlangete er den K öniglichen Printzen ZiAizmunclumzu sehen/ welchen die Königin ilabclia mit vielen Thränen in das Türckifche La-ger schickte/ weil sie nichts Gutes vermuthete/ wie auch geschahe. Dmn als dieTürcken den Printzen wieder nach Ofen begleiteten/so bemächtigten sie sich M-1541. den 2. Sevtembr. der Stadt und hernach des Schlosses/ und der Kayftr

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