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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
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185
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Von dem Röm'grelche Preussen. 18 5

I. Königsberg / polnisch / Lrolc^vleclc, I.al,keAiom0N5, oder ^^!5 «.c.

Zin5, die Haupt-Stadt des gantzen Königreiches Preussen/aufeinem fruchtbarenBoden am Flusse Pregel/ welcher zwar hier nicht über sechzig Schuch breit/aberso tief ist/ daß auch grosse Schiffe b>ß an die Brücke der Stadt kommen können.Sie soll änno i z. ;4^ von dem Könige in Böhmen i/remixlav Ocrocaro seyn anqe»bauet/ und ihm zu Ehren Königsberg seyn genennct worden. Sie ist eine dergrössesten Städte von Europa/ bestehet aus dreyen Srädren/ als der Ale-Seadr/ Löbeniebt/ und dem Aneiphoff/ welche sonst Pregelmünda ge-heißen. In der Alrcn Seade ist das Königliche Schloß/ worinne eineRe-formirte und auch eine Lutherische Kirche. Dieser Theil ward än. 1255. vongedachtem Könige in Böhmen angeleget. Bey dem Schloß laufft der FlußKasbach durch zwey Teiche / ehe er in die Pregel flüsset- In dem Schlosse istdie Königliche öchlimbeguc zu sehen. In dem Kneiphoff ist die ehmalige Dom.Kirche. Dabey ist die von Hertzog /Uberm in Preussen än. 1 544. dengestiffteteUniversität/ welche er /^. 1 s 57. den r8. mit trefflichen pnvileguzversehen. Der Poet 5abinux ist allhicr erster KcÄor ^-lAmKcux gewe-

sen. Der Rnetphoff ist als eine Insul von dem Flusse Pregel umstoßen. Hier-inne wohnete auch hiebevor der Bischoff auf Samland. /^nno 1701. hat?ri.äencnx I. erster König in Preussen noch die vierdte Stadt hinzugethan/ indemer der so genannten Burg-Freyheit die Stadt» Gerechtigkeit ertheilet/ und sieFriedrichs Stadt genennet. Anbey sind noch sechs Freyheiten oder Vorstädte/als l.Stem-Hamm. 2. Aneiphofijche Vorstadt. z-Sackhetm. 4.Roß-Garren. s.Traghetm. 6. Neue Sorge-, den Haberberg/Alte»,und Nasseu-Garten / die Brand-Städte und Marschalls-Acker ungerechnet-In dieser Stadt sind sechzehen Kirchen- VorderStadt ist die Quelle Fr,ed-ncksburg/ weichern. Iüs7. von Churfürst kriderico zu Beschü-

tzung des Hafens an dem Munde der pregel/ da sie in das frische Hastritt/ an»geleget worden. >70?. hat die pest hierinne viel tausend Einwohner weg-geraffet/ daß sie also nicht mehr so starck wie sonst bewohnet ist.

2'piUau/ 1.21. ?l>l,via, ein Städtgen/wo viel rcfugirte Frantzosen undFischer wohnen- Dabey lieget eine starcke Vestung / welche /r.. 6^6. von»nig (Zuttavo /^ciolpku eingenommen / und besser befestiget wor aen. Die Schwe-den legten auch damahls den Zoll an/ der itzo noch dem Könige von PreussenS-geben wird / und rcikmu ten die Vestung ^n. 16) 5. an Chur> Brandenburg.Der Gegend ist das neue Tieff oder der Ausgang des Frischen Hass. Sie hateinen Hafen- Die Gegend wird das preußische paradieß genannt.

?) Lochstäot/ ein altes Schloß/ wo sich hiebevor das FrischeHafin die-Ost See ergossen/ es ist aber /^n. 1; 1 -. oder 1 z?4. diese Mündung durch eingrausames Ungewitter ve, stopffet worden. Hier wird viel Bernstein gesunden.

4) F'schhausen / ein Städtgen und Schloß am Frischen-Haf/ soll

Vierdter Theil. (Aa) von