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Des ftckzflen Buches vm.
ist- Dasselbe hat eine halbe Französische Meil im Umkräyß/ und bestehet seinMaucrwerck ausgebrannten Steinen/nebens etlichenBevestigungs Weickcnvon assenher/ so allein von Erden auffgeworffen seynd. In diesem seinem be-schriebenen Bezirck enthält es eben so viel Strassen/ und Kirchen/ als eine der al-lergrösten Städte des gantzen Königreichs in sich. Die Besatzung darinnenbestehet aus eitel Pohlm/ohne eintzige Unterstossung ftcmbder Trouppcn. DieHaupt-Wach ist bey dem grossen Thor/ welches gegen der Stadt zustehet/undzu beyden Seiten mit zwey grossen runden Thürnen gantz wohl versehen iß.Zm Eingang des Schlosses findet man die Bischöffliche Kirch/ die dem Heil.Stanislao gewidmet/diese Kirch ist wegen ihres Baues über alle Massen prach.Zige und wegen der Heiligthümer/welche sie besitzet/ höchst Ehrenwürdig. DesH. Stanislaus Leib ist von solcher Zahl auch nicht auszuschliessen. Eben andiesem Orlh gehet die Königliche Pohlnische Lrönung vor/und werden daselbstdieCron/der Scepter/nebens dem gantzen Königlichen Schmuck/ welcher zudiesen Ceremonien gebraucht wird/ verwahrt und ouffbekalten.
In der Schloß-Kirchen seynd der Königen sehr stattliche Begräbnüssenzu sehen.
Zur andern Seiten findet man auffeinem grossen viereckigen Platz desH. Michaels und H. Georgen Kirche- Die Flügel dieses Platzes seynd ruigsuwbher von den Losamentern der Thumherren/ welche in des H. StanislausKirchen die Hohe Meeß zu lesen/und den Chor zu singen pflegen/und dann denSaalen in denen die höchsten Richter-Stühle der Stadt Cracau/ M desKleinern Pohlen gehalten werden/ dessen diese Stadt die VornehmjWi umb-ringet und umbgcben.
Die Zimmer/ welche vor den König und seine Hoffhaltung wann ihn dieStaats-Vcrrichtungm dahin beruffen/ bestimmet/ bestehen aus zwey groß undweitläufftigen Gezelten/die durch einen viereckichten Hof von einander umwschieden werden. Sie seynd von dreyen Stockwercken/ und ist derselben Pfla-ster/ welches von eitel Marmer/ nebens dem Gttäffel/ das mit sehr schönen Sch'l'dereyen bedecket und den getäffelten Gewölbem so auffdas allerkünstlichstcMSchreiner-Arbeit verfertiget sind absonderlich darinnen zu beobachten- o"allen diesen so vortrefflichen Meisterstücken muß der Reichthum des HauMräths hinzu gefttzet werden.
Über das alles wird man noch eines grossen Saals gewahr/welcher mit ten
allerraresten Statuen/ und absonderlich hochgehaltenen Mahlereyen gamz hausifig angefüllet. Die Adler/ so die Ursache des Pohinischen Stamm Wapens/leuchten und schimmern daselbst zwischen den prächtigen Siegs- Geprängenund herrlichen Victorien/ die des Landes Könige über unterschiedene Nano'mn darvon getragen/aller Orten hervor- Anno 1702- den 10. August' ero-berte der König in Schweden Stadt und Schloß Cracau/ und den n - ^