,; v Des sechsten Buches Lax,. VI!.
Jnsul welche 7/wkieä <Ittkk50d^5dl5 genennet wird/ und zwischendem Moeotischen/ und dem schwachen Meere lieget- Sie wird heule zu Ta-ge insgemein die Crimische/ oder Precopensische Tartarey gemnnet von de-nen zweyen Städten Krim und Prccop/ in der Halb Jnsul/ welche derder Tartarn als ein Vasall der Ottomannischen Piorte regieret.Diese Tartarn haben nach und nach sich weiter ausgebreitet/ und andereVölcker der Gegend entweder überwunden/ oder sich verbündlich gemach«/daher die vielen Nahmen der Tartarn in der Europäischen Tartarey kommen.Denn es gehören hierzu ».) die Crimlsche/ oder precopenstl'cye Tar,tarn; 2.) die tTlagaische Tartarn/ ?.) die Oczacoviscve Tarearn/4. ) die Budztachilche/ oder Btalogrodisch« Tartarn. 5.) Die Dobru-e,nische Tartarn. 6.) Die L.rpkern Tarcarn/ welche alle dem Tartsr«Cham pariren müssen.
2. Es werden unrecht hieher gerechnet die ^-eremizst, welche zu Rußlandgehören/ und unter des Czaars Bothmäßigkeit stehen; die Calmuckische Tar-tarn/welche zu Äsia gehören und also im andern Theil dieses Wrrckes be-schrieben werden; die Circaßische Tartarn/ die ebenfals zu Asia gehören/ undim andernlomo dieser Lostmographlc theils als freye Leute/ theils als Rußi-sche Vasallen bemercket sind. Diese drey Völcker haben also ihre absonderli-che Herrschafften. Von denen letztem pfleget der Tartar-Cham aus der Cri-mischen Tartarey dann und wann den Tribut zu fordern.
Die kleine Tartarey wird auch die Europäische Tartarey genen-net/ zum Unterscheid der Asiatischen und grossen Tartarey/ von welch«derCzaar von Rußland viel besetzet / daher sein Theil die Rußische Tartareygenennet wird/wie im andern Theile dieses Werckes zu sehen ist.
4. Diese kleine Tartarey/ und alle hierzu gehörige Völcker / haben ehe-dessen von der grossen Tartarey in Asia äLpe^iret/ biß um das Jahr Christi1404- da der tapffere TamerlaneS/ das GroßmqchtigeOber.Haupt aller Tar-tarn gestorben ist da sich denn die Europäischen Tartaw einen eigenen Für-sten aus dem Geschlechte Xü-si oder Xiirei erwählet, den sie so viel alsKönig nruliret haben Dessen Nachkommen sind beständig Fürsten in derCrimischen Tartarey gewesen / und hat sich der Türckische Käyser vbliM/daß ob er gleich Macht habe einen Cham abzusetzen/ und einen andern auffdem Thron zu bringen/ io wolle er dennoch keinen/ ausser dem Hause Xerzi,dahin senden. Dieses Haust ist mit der Ottomannische Pforte gleichsam Erb'Verbrüdert/ indem man dasselbe stamret/ daß nach gäntzlichem Absterben desTürckischen Stammes / die Tartarische Familie einsten in dem Türeki-schen Reiche tucceäirm solle.
5. Die Gränyen der kleinen oder Europäischen Tartarey sind gegen
MitttMcht Mßlilnd/welches pstundt^7. sich
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