Des sechsten Buches t^p.v.
Müssen werden auch allerley Fische / ausgenommen Karpffen / gefunden. DieLandschafflkn gegen die Meine Tartarey sind ziemlich wüste / weil die Einfälleder Tartarn dieselbe gar offc rumlret haben- Aus der Rußischen Tartarey inZisia / die im andern lomo dieser Welt-Beschreibung gründlich beschrieben wird/werden viel Hermelin/ Zobeln/ Marder und dergleichen Peltz Werck/ auchWein / Ochsen und Schaafe nach Rußland geführet. Ein Ochse wird daselbstum 2. Thaler/ und ein Schaaf um 5- Groschen verkaufst. Das Dinckel-Korn säet man gegen Pohlen zu vor dem Winter/ das übrige Gcträydig wichjm^jo ausgesäet/ undimIulio eingeärndtet-
z- Die Rnfftn oder Moscoviceer sind mittelmäßiger Grösse/ starchfett von Leibe / lassen sich die Köpfte raüren/ und halten insgemein viel auflan-ge Bärte. Sie tragen an statt der Hüte mchrencheils Mützen / und bekleidensich meistens auf solche Art / wie aus beygesetztem Kupffer zu ersehen. Sie habeneinen guten natürlichen Verstand / daher sie gern wiedcrfprechen / sind arglistig,eigensinnig / hartnäckig / munter und muthig Hiebevor hatten sie vor Künstenund Wissenschafften gleich 'MN einen Abscheu / und waren darinne so unerfahren,daß sie davor hielten/ es müste derjenige/ welcher einen Calender schreibe nothwen.dig ein Zauberer seyn. Nachdem aber der Allerdurchiauchtigste Czaar/ i^-
durch sein eigenes Exempel der gantzen Rußischen Na>tion den Verstand geöffnet; so muß man vermahlen die von ihm gemachten An-stalten bewundern/ mit welchen er die Künste und Wissenschafften nicht MÄdenen Städten Moscou und Petersburg/ sondern auch durch das gantze wdnach und nach einzuführen trachtet. Das Ruhm-volle Absehen dieses schaff«ten und großmächtigen Regenten gehet hauptsächlich dahin / damit dieChrW»che Religion durchgehends fioriren möge/ anbey lässet er die Lxccilirung derStaats'Wissenschafftm / die Verbesserung der Krieges Künste/ und des Schiff'Baues / auch ktalmKQuren sich ungemein angelegen seyn. Die frembden Spra«chen/ sonderheltlichTeutsche/Zrantzösische und Lateinische/ werden nebst der Scla«vonischen fleißig erlernet/die vorkommende Dinge vernunfftmäßig überleget, Mmit man sich nicht wenig auf die Beyspiele des klugen Alterthums gründet. Manhat vsritzo In RußischerSprache die Bibel/ viele Schul-Bücher/ eine eco^bie,unter dem Rußischen Titul: 5LKUM0
0?I8/^dIIL. i. e. , tlve örcviz l'err^rum orbiz ULÜri^no,
«äir. ^lc>5covs 1710. 8. Von /wno i6 ;4. ist der Gebrauch des Tobacks da-selbst verbothen worden/ damit sie dadurch denen vielfältigen Unordnungen/«nd denen daraus entstandenen Feuers-Brünsten / hinführo vorkommen «M«ten- Bey Männern und Jünglingen ist heute zu Tage eine grosse Begierdefrembde Sprache zu erlernen / und findet man so gar Kinder von neun Jahren,welche Rußisch / Lateinisch und Teutsch reden können- Jhro Czaarische M'jestät lassen viel frembde Bücher in das Land führen / die besten von selbigen in
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