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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
104
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Des sechste» RttcheS V.

Rußland wurde/ so ward in Moscau alles wieder in anten Stande gesttzrt-Nach der Zeit ist dieser Platz immer ansehnlicher worden / biß 1677. zurZeit des Czaars ?cäor oder Ibeoävxi ^Icxicvvir^, eine Feuers-Brunst einengrossen Theil von Moscou verzehrete.

DusiFeuers-Brünste können hierinne gar kickt entstehen / weil die meiste«Häuser von Holtz und Leimen gebauet/ oder mit ü örckct der mit geschnittenenStroh vermenget wird / beworffcn/ und mir Ka^ck/ der vonSmolensko kom-met/ überzogen sind- Die gemeinen Däcker sino von Baum Rinden/ und zumTheil mit Wasen beleget- DieKnesen und Baiarcn/ oder grosse Herren undEdelleute in Moscau haben aber ga ansehnliche uns wcitläufftigePalläste vonschönen Quaken oder gebrannten Steinen ausgeführet-

DieStadt liegt in einer sumpfichten Gegend/ welches verursachet/ daßderdarinnen sich befindliche Koth Venen Einwohnern sehr beschwerlich fället. Dievielen Feuer Flmnmen dieses Ortes- haben zwar den alten Umkreist derSradlnicht verringert/ sondern nur verursachet// daß selbige mcht mehr anwachsen kön-nen. Der Kirchen sollen darinne fünffhunderc seyn. Die Häuser in der alte»Stadt wollen einige viertzigtauscnd zählen welche aber andere, so die TeutscheSlsbodöa darzu nehmen/ auf 9;000. erhöhen. Sie wird auf beystehendmAbrisse gar deutlich vorgestellet/ dabey aber die Teutsche Slabodda nicht cxxn-rwret ist.

Sie wird ohne die Teutsche Slobodda vor Moscau in vierTheile oder HaiOQuartiere eingetheilet / welche fmd Kitaigorod/ Czaargorod/Skorodom vltt-sizza/ Slabodda.

^walgsrod/ die mittelste Stadt / von Moscou/ ist mit einer absonder-lichen Mauer von gebrannten Steinen/ von denen Russen Lialüa ge-nannt/ umbgebem und von andern Theilen abgesondert- An d'er mittäglichenSeiten fiüsset der FlußMoska/ welcher diesen Theil von Sttkbtzz a Slabo daabsondert/ und gegen Mitternacht an der Mauer der Fluß Neglina ' der sichhin-ter der Schloß-Mauer mit dem Fluß Moöka vereiniget. In diesem T!? >lc liegetauch das weitläufftige Schloß Kircmclm oder Krcmelenz,welches sonst der Ruhfischen Czaaren gewöhnliche Restdcntz ist/ welche mit drey besondern Maure»und einen Wassergraben umgeben wird Vor dem Schloß ist ein weiter offe«ner Platz / worauff der grösseste Marckt alle Tage in der Sta r gehalten wird.Die Arbeits Leute eines jeden Handwercks haben daftlbst gantze Reyken vonKrähmen/ welche zu eines jeden absonderlichen Handchierüng verordnet sind.Nicht weit von diesem Platze ist nom ein anderer grosser Marckc der von lau-ter Barbieren bewohnet ist. Von dem Schloß XxemelM wird in folgenden§. Nachricht gegeben, 1710. den 1 s.^pill. sind hier viel Häuser weg-gebrannt, 1710 den 14- 5cplembr. sind in diesem Theile der StadtMvitou sechstausend Häuftr abgebrannt/ und hgttt das Feuer beynahe ras

Schloß