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4 (1719) Von dem alten und neuen Europa
Entstehung
Seite
58
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f 8 Des sechsten Buches !V.

in. Die chastr Sirbonen/ k-ar. 5LKdllK, ist die dritte Provmtz inSüder-Gothland/Keisset so viel als Schünau/ weil es eine lustige/ fruchtbareLandschafft ist/ welche die Natur gleichsam m,t Schweden vereintet hat/da sieher ^egen von Dännemarck durch den Su d Zetrennet ist. Gegen Morgengräntzet diese Provmtz an Bleckingen/ gegen Abend an den Sund/welcher sievon der Dänischen Jnsul Seeland scheidet/ gegen Mittag an d,e Ostiee/ und ge-«m MW- -n Schm°lmd. Si- «>»!> Süd.'>G°chl^d »mchm»und ist so wohl mit einem geseegneten Feldbau/ als reichlichen ö'sch-Fange be-alückseeliaet. In denen alten Zeiten war eS e»n Stuck von dem alten 5L/rni)i.

und ist lange Zeit von denen Gothen bewohnet worden/ welche der Kö-nig OI.M5 il. in Schweden zu Anfang des eilfften 5cculi auff ewig miteinanderverbündt" hat- Man kan so wohl aus Dänischen als Schwedischen «Kni.«15 beweis n daß dieses Land ehcnder von denen Schwedischen als DänischenKönigen beherrschet worden- Anno Christi 9»° ward Schonen von dem Bi«schösse Othinger zum Christlichen Glauben bekehret. Nach der Zeit haben sichdie Dänen und Schweden offt um diese Provmtz gezancket. c-mmu5 m. wel-cher zugleich König in Engelland Dännemarck und Norwegen war. führetedeswegen mit dem Schwedischen Könige /Vmunclo il. einen blutigen Krieg/und brachte es endlich dahin/daß ihm dieserdurch einen besondern Draüsr, dieLänder Schonen/Halland und Blcckingen abtrate.

Weil aber die Schweden sahen daß sie solcher gestalt einen sehr mächtigenNachbar auff dem Halse hätten / so eröffneten sie ihren Könige ihr über denschädlichen geschöpfftes Mißvergnügen/ und hiessen denselben msge-mein aus Verbitterung Äemme, d. i. den schlimmsten. Hierdurch wurdemunäuz bewogen zu Felde zu gehen/und denen Dänen das Land mit Gewaltwieder zu nehmen/ welches er gutwillig abgetreten. Da es nun zum Treffenkam/ so büsseten die Schweden ein/ und ihr König wurde erschlagen. Diesesgesch-he im Jahr Christi -04» Nach der Zeit getrauten sich die Schwedendiese Länder nicht wieder anzugreiffen biß in das Jahr i;;-.. da der DänischeKönig Lknüoschoruz II. von dem Holsteinischen Grasten Lerkarclo gäntzlichwar aus dem Felde geschlagen worden/da sich Schonen denen Schweden gut-willig ilchmlmrte- Hernach liesse sich aber Anno Christi 1 ;6o. der König inSchweden kiaznuz II. 5mccic zubenohmet/ von dem Könige XValclLM2ro III.in Dännemarck bereden/ daß er ihm dieses Land auff ewig ceäute/ darwieder dieStände vergeblich prorettircten biß endlich im Jahr r zS8- also 28. Jahr her-nach/ die Dänische Königin Margarelha das Glück hatte/ alle drey NordischeKönigreiche/ memarck Norwegen und Schweden zu vereinigen/ welche her-nach gantzcr ? 2Jahr unter einem Könige geblieben. Bey so gestalten Sa-chen musten die Schweden freylich das Nachsehen haben und die Dänen setz-ten sich allein in gedachten Landen veste-

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