4 Vorrede.
die Balearischen und PityusischenJnsuln die Ohrgehänge; die Py»renäische Gebürge der Halß; die Brust Frankreich; Groff.Britan»nien der lincke Arm/ unter welchem die sämmtliche Niederlande; Ita-lien der rechte Arm/ darunter die kepubügue Schweiß; Teutschland/Böhmen/Schlesien/Mähren, Pohlen und Ungarn/ der Bauch/Dänemarck/ Norwegen und Schweden die Knie; Rußland derRock biß auf die Füsse; die Europaische Türckey und Griechenlanddie Füsse selbsten; wie solches aus denen Geographien auf unterschie-dene Art zu ersehen seyn wird.
Diese neue Vorstellung hat der Herr wallet zwar nicht beliebet/sondern hat den Anfang seiner Beschreibung der Europäischen Län»der gegen Norden mit dem alten Königreiche Norwegen gemachet/von welchem er hernach gegen Morgen/ Mittag und Abend fortge»fahren ist/ doch wird deswegen keines Landes vergessen.
Seine ^crkoäe wird dem Leser so wohl aufdencn Tituln/ als indenen Registern angewiesen, und auch in seinem besondern Berichte,welcher bey dem ersten Theile befindlich ist / umständlich erzahlet.
Den ruhmwürdigen Fleiß des^uNvns haben viele Gelehrteindieser Befthxelbung des yanyen N)elt-Rreyses erkennet, dabeyaber oft beklaget / daß die Europäische Reiche / mehrenrhcils gar zukurtz entworffen worden. Dieser Fehler ist nun in dieser neuen Aus»fertigung durch viele mit grosser Mühe solchergestalt erst»
tzet/daß hoffentlich niemand weiter sich über allzuZcneraie Beschrei-bungen derLänder zu beschwerenUrsach Haben soll/ wenn er andersmit einer blossen geographischen Nachricht will vergnüget seyn. Ichhabe mich aus allen Kräfften bemühet / alles/was hierzu höchst nö-thig zu seyn scheinet, aus glaubwürdigen ^ucwnbus beyzutragen/d her ich mich wider meinen und des Herrn Verlegers Willen längeraufgehalten, als ich Anfangs gemeyner gewesen. Solten >a ausMenschlicher Schwachheit einige Fehler hmterblieben seyn, wie dennin dieser vergänglichen Welt nichts beständiges und vollkomenes zuhoffen, so wird Deine Gewogenheit, Geehrter und WohlgesinneterLeser! solche füglich zu verbessern wissen. Ich bleibe unterdessen zuallen angenehmen Diensten stets willig, und wünsche, daß Du wohlleben mögest!
l.N.I