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Geschichte der Pfalzgrafen von Tübingen : nach meist ungedruckten Quellen, nebst Urkundenbuch
Entstehung
Seite
576
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3" ber in bemfelben Safere bem Äaifcr bewilligten Oürfenlfilfeftellte er mit feinem 23 ruber gwei Leiter unb gWei ffujjfnedjte, nad;bemfeine Sßorntünber fd;on 1510 gu bemfelben $wed t> re ' ffitf]fued)te ge=ftcllt Ratten *)

£ro£ ber bergeblid)' gewefenen Semüfjungeit feiner SBormünber inber befamtten IßrogefcSacfye mit 333. unb angefid;ts ber ermähnten Wir»tembergifd;en SertljeibigungS » Sd;rift glaubte ffonrab bcd; aitcb einen33erfud; machen gu miiffen. (Sr wanbte fid; 1536 an |)ergog Ulrid)unb bat um gütticf; SSerf^ör, worauf ifjnt ber 18. Oftober anberaumtwürbe. 2lu biefem Sage fanb ficff f onrab mit feinem 9?ed)tSbeiftanbe,bem Dr. Salbung, in «Stuttgart ein. 9?acf)bem biefer in ber Sonfercnjalles gu ©uufteit feines ©rafen Spredfenbe borgebrad;t blatte, bat Äon»rab, weif er aus ben bei Rauben ffabenben Oofumenten feinen ©runbunb Schein, wie unb warum bie Söblinger*3ßfleg bon ben ©rafeit bonX. ab unb an 233. gefommen, finben fönne, man möchte ijfn belehrenunb ifjrn anzeigen, ob eine befferc ©eredftigfeit unb 23ewcife borfjanbenfeien, inbem er bereit feie, weint fo!d;e gegeben würben, bon feinerg-orberuitg abgufteljen.

S53egen fjerrenberg, 9forow unb Ä'at;3, beren Sigentljum bei feinen23 er eitern, obgleich fie berpfänbet gewefeit, geblieben feie, wünfclw ergleichfalls berftänbigt gu werben, bamit er Wiffen möge, ob er babon abober barauf gu hefteten f;abe. 3ur Unterftütjung feines ©efitdfs unb(Smpfef)fitng feiner ißerfon bei bem £>ergog führte er an, baß, obgleichfeit 17 3af)ren Weber feinen Sormünbent nod) if)m ein gnabiger Se=fdjeib evtl) eilt Werben feie, er bagegen bon UlridfS geinben, fo wie Stfid;enber berjagten SOJönc^e bon Sebcnfyaitfen unb Sinbeffingen, Welche gu iljm,als bem Scfmfsfyerrn ber genannten Slöfter, nad; Sic^tenecf gefommen,um iffre SBiebereinfetjung angefbrodfeu worben feie, fo Ifabe er fidf> bod;niemals wibrig gegen baS Ijergoglidfe fjauS gegeigt, ober bon Seibefjal»tung beS fjrtebens unb eines guten ©inberneljmenS abbringen laffen.

SJfan gab ftonrab bie erbetene SluSfunft unb fitste ifjn gu ü6er=geugen, baf feine gamilie feinen 9?ed)tögrunb Ijabe, bon ber £)errfd)aftSßirtemberg bie befagten Sefifcungen gu berlangen. Sluf biefeS Ijitt ließßonrab feine Slnffrüdfe auf Bübingen unb §errenberg fallen, unb be»ftanb bloS nod) auf ber SSBiebereinfeßung in bie 'pflege Söhlingen, in*bem er borbradfte, Pfalggraf ®ö§ III. f)abe biefelbe nic£>t berfaufen fön»

1) Helfferich, Schediasma comitum palat. de T. §. 35.