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Geschichte der Pfalzgrafen von Tübingen : nach meist ungedruckten Quellen, nebst Urkundenbuch
Entstehung
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390
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£)cu ©rafen gehörte ba« gifcf>maffer be« Siccfavö unb ber Simmer;iljneit würben SBaffcrjinfc ] ) entrichtet. 23on fierfönltcl;eu Stiftungenber SBürger werben auffer ber 8Bad;t nnb beit „©teuften" and; „bfjog"(Sluöjug, Stuf gebot, firiegobienft) genannt.

Sßcrt beut Setrieb eine« ©ewerße«, bem Raubet (ber ( Sinfuljr),würben ©ab unb ©djatjuug 2 ), 3°^/ 2Beg3otb erhoben, woboitinbeffen ein 3:t;cit in bie ©tabtl'affe fiel (fietje nuten). — 233ie au« beitSerfpredutugeu ber ©rafen fetbft (fiet;e Scrtrag oon 1335) entnommenwerben fann, mögen fict; biefc nicf>t immer mit ben bertönnntieben unbgefe^tid;cn Stiftungen ber Siirger begnügt, fonbern, in ihrer beftänbigen©etbbertegeut;eit, fogar ju (Srpreffungen unb auberen SJiittefu it;re 3 ltcflucht genommen f^ben, uamenttid; gegen 3üben, ber in ber obigen33ertrag«4.trfunbe in biefer Siichtung befonberb gebad;t wirb.

Sßa« ehebem bie brei — fämmttid; an ber Simmer ftehenbeu —herrfchafttiihen SJciihten 3 ) ben Sßfatjgrafen abwarfen, mag ernteffenwerben au« bent „S33od;eujinb", welchen biefelben in ber SOiitte beb15ten Oabrlniubertb an bie ©rafeu oon SB. 4 ) 31t liefern hatten, nätn»lieh 17 1 /' 2 „bierteil oub ein 3mi fernen« unb eben fo biet SRocfeit«, wabbie SDiiiller allerwegent an bem fampftag in bie ®e<f (ber ©rafeu) ant--wurten" mußten.

genoß, biefe Seiftiragen ber 2eibeigeufd;aft notf) jn entrichten hatte; biefelben mbgeuinbefj nur eiujetne Einwohner angegangen, aus einer M hergefchriehen hfl"Ben, wo jßiibingen nodj niebt ©tabt war, nnb an ben 8efi(5 gewiffer ©iiter ge»Iniißft gewefeit fein. — Stodj int 3aßr 1676 ftetit bic ©tabt einen Steoers andwegen bereit bafethft Befinbtithen leibeigenen SJtamtS» unb 2BeibS«5ßerfotten.Strd;io*$oluntent; ja noch atn Enbc bes löten Sahrhunberts laufen fieb Ein»woI;ner berfelben oon ber »ißerfonal«2ei6eigettf<haft" los.

1) $a8 SBaffer ber Simmer nnb alte ©rahen oon ©chwerh(od) bis ju beS„S®vofl8" SDtiihte, unb oon ba bis in beit Stedar bt; bent Stedartor waren Eigentumber ©rafeu Oott SB., bie folcbe® 1455 an bie ©tabt abtraten, fiehe Urfttnbenbitch.

2) ®ie einem ©ewerbe auferlegten Slbgabett.

3) ©iefe brei SJtiihlen ftanbeit oor bem ®urcbfti<h beS DefterbergS (lurj Oor1455) gleichfalls an ber Simmer unb würben, nachbent fie oon ©raf Subwig 001tSB. in bem genannten Satwe gegen einen SBodjettsinS als Etblehett an bie ©tabtgegeben worben waren, oon biefer in ben ©raben gefteüt. ®ie genannten SWiihletthatten baS Stedft, in bett SBälbern bes ,(Hefters SSebenhattfen (im ©chbubucb)Simmerholä, tBrennhotj unb 3flunh°t3 3" hfl"«'; welche ©ereehtigleit bettfelbeuamh blieb, als fte um einen SodfensinS an bie ©tabt famen, f. Urlnubenbuch.

4) ®iefe Sftiihlen, oon ijBfaljgraf ©otfrieb I. (fiehe oben @. 310. 313) an baSÄlofier SSebeuhanfen abgetreten, flttb alfo wieber an bie ©rafen oon SB. gefommen.