3üt ©tabt, itttb herfiel) fcaßet 9fed)te, trie fie £übingett ^atte. — 9tod)el)e er aber biefeö ausführte, [teilte er, bamit bern ©tift aus ben her«äuberten SBerhäftniffen beS £)rtö fein 9iad)theil ertoadffe, bie beeilteunb Freiheiten beffelben gegenüber »on ber neuen ©tabt in einer be«fonberen Urfititbc bom April 1263 feft. — 3)ie[e SBcftimmungen r )finb folgenbe:
1) Senn unter beit 311m ©tift gehörigen, ober anberen, gerabe .bafetbft bcfiitbfid)en f3crfouett, innerhalb ber ÜJtauern, ober auf benfpöfen beS ©tiftS ©treitigfeiteu mit ©d)iutpfett unb thätlid)cn 23er«fegungen borfommen, [o Ijat uid)t ber ©raf ober [eine Seittc, [onbernallein ber fßrcbft beS ©tiftS eiu3ufd;rciten.
2) Scitt bent ©tift Angehöriger ober in beffen Stauern sufätliganwefenber Frember barf bott beut ©rafett ober [einen 9tid)tent ror©eridjt geforbert irerbeit.
3) Sein bent ©tift ober beffen 2ßirthfd)aft Angehöriger [oll 3°^Fronbienfte, ober fonftige Seiftuugeit ttnb SIbgaben fd)tdbig fein.
4) Söenit ein fßrobft abtritt ober ftirbt, fo hat ber ©raf, toieeS bon alten 3 e ü ctt h er gehabten loorbeu, nid)tö über bie ©iiter beb©tiftS 31t berfügen, and) nicht in bie Sah! beö 9fad)fofgerö fid; ein«3Utnifd;en, fonbent baS ift allein ©ad;e ber ©tiftsherren.
5) 3eber ßhorf)err über fein betoegfidfeö unb. unbetbeg!id)eS©igenthnm berftigen, jebod; unbefd)abet bem 9tecC;t unb fperfemmett beö©tiftö unb ber ©raf hat [einerlei 9ied)t an beffen 23erfaffeufd)aft;ftirbt ein Sanonifuö, ohne eine ASillcitSmcittung 3U hintertaffen, fotfjeilen fid; feine ßrben unb baS ©tift ttadt altem fperfotmuett in beffenfpinterlaffenfcf)aft, bem ©rafett ober 23ogt fomrnt aber nid)ts 31t.
6) ®ic 23eftgungen beö ©tiftö, bie 31t ben fßfrüitbeit ber @hor«herrn gehörigen [pöfe, finb, trenn fie biefelben auf eigene Soften bauenlaffett, bem ©rafett, feinen 23ögtett itttb ©rben 31t feiner Verberge, feinerSriegöfaft, überhaupt 31t feinett Sciftnngeit bcrpflid)tet.
7) ®er ©raf, fein S3ogt ober feine 23iirger foffen att ben inner«halb ber ©tabt lieg'enbett §of beö ©tiftö feine Anfprad)e tocgen Sßad;«bienften, 3 C II ober anberen Seiftungeit 31t utad)eit haben.
1) $iefe geben, in fofern baS ©tabtreebt 1001t ©inbelftngen nad) bent SDtnflerbe« »on &iibingen gefaßt ift, auJ; manche Stnbentungen iiber bie 33erbättniffeber ^Bürger biefer ©tabt ju ber §errfcbaft n. f. in., t»a8 um fo rnebr »onSöertb ift, a(8 ba« atte ©tabtredjt »on Bübingen niebt rnebr »orbanben ift. Siebeunten bie to^ogva^bifcEje Siifammenftettuug.