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Geschichte der Pfalzgrafen von Tübingen : nach meist ungedruckten Quellen, nebst Urkundenbuch
Entstehung
Seite
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fomnten. © iefe 33c(i^itngert waren alle Slllobialgüter, beim nirgenbS iftbie Siebe bon einer eingeholten güftimmung eines ÄöuigS, faifcrSober fonftigen 8ehen$hev*u. ®a eine eigentliche StiftungSttrlunbe beSÄtofterS, in Weld;er wie gewöhnlich bie gefd;euften ©fiter aufgezähltwerben, nicht borhanben ift, fo mfiffen wir nnfere ^ufaminenfteßung benAngaben beS 2t6ts STubingiuS entnehmen, ber fie übrigens ans feljr al»teit Slufzeidhnitrtgen, bie er in feinem Softer borgefitnben, fd;öpfte; in»beffen finb boch über einzelne Sd;enfimgeu förmlid;e Urftmben auSge«_ ftellt Werben, bie SmbingiuS bor fich h atte x )-

Unter ben gefchenften ©ütern finbeit fid; auch mehrere Äirchett, bal;crWir ber Slnfjählwg felbft in betreff ber Ä'irdfen folgeitbe allgemeineSenterfuug borauSfdjiden. 3eber $ird;e muffte (als Sraut Ehrifti)urfbrönglich bort bem Stjftcr (Erbauer) ein §>eirathSgut (dos eccle-siae, fiehe Urfunbe 1260 bei ^ifaljgraf ,f>ugo) an liegenbeit ©ii*lern (Söibbuntgut) gegeben werben, bou beren Ertrag ber ißriefter, bie®ebäu(id;!eiten unterhalten, unb ber Ülufwanb beim ©otteSbienft wenig»ftenS sunt größeren S^heil beftritten Würben, ©ie (Stifterfamilie behieltfid; in ber Siegel WenigftenS ben Einfluf? auf bie Söefe^img ber fßfarr»fteße (fßatronat) 2 ), baS Siecht ber Einffradw, bejiehungSWeife baS Slitf»jM;tSre<ht über bie 93erwaltmtg bcS Sßibbumguts (.faftbogtei) bor.

Eine fold;e ffamilie erfd;eint fo als Sefi^er ber $ird;e, bon Wel»eher, baS heißt bou ihren Einffinften (Sird;enfaf3), woju itamentlid; berlehnten gehörte, fie nicht feiten auf maitd;erlei Slrt biefeit ober jenenStufen, als Sogt gefe^lid;, 50g. ©ie $ird;e Würbe wie anbereS Ei*geuthum bererbt, berfd;enft unb herlauft. Sßer fo in alten Reiten imSefih ber $ird;e war, ift als ber eigentliche ©runbherr beS Orts an»Sufehctt. f

SBir fchreitett nun jur 9litfsählwitg ber StiftungSgfiter.

1) © ie in ber Stahe beS 23lautoffS, Wohl lange bor bem SeginnbeS ÄlefterbaueS eyiftirenbe unb in grofjem Slnfeljen ftehenbe St. Oo*hannistird;e nebft bem benad;barten ©rnttb unb Sobeit 3 ).

1) Gsr fagt 3. SB. Varia vetusto quodam in codice de his (i'undatornm do-nationibus) invenio."Notum sit, quod praeda" etc. 5tn einer anbetn ©teilemieber:Quum et in mortuario nniuscujnsque fiuidatoris nomini suae donatio-nes ascriptae" etc.

2) S)ie}e8 mar häufig an ben gronhof (§errenhof) gelnü^ft ; b. h. ber SJefiherbiefeS §ofe8, ber ©runbherr, hatte ba8 Ißatronat.

3) 2>ie 3ohannt«=Äirchen finb fafl immer bie älteften unb erjien eine« San»beS, ©ie mürben bem Käufer Johanne« beßbalb getueiht, meil barin für einen