von Wißmann. 615
Magdeburg mit den Gütern Alvenslebcn, Molitz, Nordgermersleben undHolzhausen seßhaft. Diese Güter gingen jedoch zum Theil schon in derzweiten Hälfte des XVII. und der Rest im Anfange des XVIII. Jahr-hunderts verloren. — August Friedrich Hermann Wißmann, Justizrathzu Kolberg, erwarb in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts um-fangreiche Besitzungen in der Gegend von Kolberg und Köslin, welche bis1828 im Besitze des Geschlechtes verblieben. -- Durch Neuerwerbungenhat sich die Familie wiederum in den Provinzen Pommern und West-preußen ansässig gemacht.
August Friedrich Hermann Wißmann, auf Marrin, Hohenfelde,Kordeshagen, Strippow, Stradomin, Putzernin, Zürkow u. s. w. im KreiseFürstenthum, Justizrath „aus uraltem adeligen Geschlechte aus Livland",erhielt von Sr. M. Friedrich Wilhelm II., König von Preußen, s. ä. Berlin,27. April 1787 eine Anerkennung und Erneuerung seines Adelstandes, (s. I.)
Friedrich Ludwig August Wißmann, Negierungs-Chefpräsident zuFrankfurt a. O., erhielt von Sr. M. Friedrich Wilhelm III., König vonPreußen, s. cl. Berlin 16. März 1816 eine Anerkennung und Erneuerungseines Adelstandes, (s. II.)
Eduard-Heinrich Gustav Wißmann, Premicrlieutenant im RegimentKaiser Franz, wurde von Sr. M. Friedrich Wilhelm III., König vonPreußen, s. cl. Berlin 19. Juni 1817 in den Adelstand erhoben, (s. III.)
Friedrich Franz Karl Wißmann, auf Wierzejewice im Kreise Mo-gilno, Friedrich Wilhelm Filipp Julius Wißmann, Lieutenant iml. Oberschles. Infanterie-Regiment Nr. 22, und Hermann August LudwigWihmann, Lieutenant der 3. Pionier-Abtheilung, wurden von Sr. M.Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, s. cl. Charlottenburg 5. April1855 in den Adelstand erhoben, (s. IV.)
Wilhelm Leopold Ludwig Hermann Wißmann, Major ä la suitsder Armee, kommandirt zur "Dienstleistung beim Auswärtigen Amt undReichs-Kommissar in Ostafrika, wurde von Sr. M. Wilhelm II., Königvon Preußen, s. cl. Neues Palais bei Potsdam 24. Juni 1890 in denAdelstand erhoben, (s. V.)
(Stammtafel siehe umstehend.)
I.
Preuß. Anerkennung und Erneuerung des Adelstandes cl. ä. Berlin 27. April 1787.
Wappen (1787): Innerhalb goldenen Schildesrandes geviert mit Mittelschitd: inSchwarz ein wachsender weiß-gekleideter Mann mit rundem Estländischen silbernenHute, welcher in der Rechten eine silberne Rose emporhält: I. und IV.: in Blauein silberner Schwan mit rothem Schnabel und schwarzen Füßen auf grünemBoden; II. und III.: in Silber ein mit zwei silbernen Sparren belegter schräg-rechter rother Balken, begleitet oben von einem goldenen Sterne. Zwei gekrönteHelme: auf dem rechten mit rechts blau-silbernen und links schwarz-silbernenDecken drei Straußenfedern, eine mit einem goldenen Sterne belegte silberne zwi-schen zwei schwarzen; auf dem linken mit rechts schwarz-silbernen und links blau-silbernen Decken ein wachsender weißgekleideter Mann mit schwarzem Spitzhute,welcher in der Rechten einen silbernen Speer hält, zwischen offenem, mit goldenenKleestengeln belegten schwarzen Fluge.
s August Friedrich Hermann von Wißmann, geb. zu Köslin 4. März1740, -s zu Hohenfelde 22. März 1805, auf Hohenfelde, Kordeshagen,Strippow, Stradomin, Marrin, Putzernin, Zürkow mit Kuhhagen, Ri-valsdorf und Georgenhof im Kreise Fürstenthum, Justizrath, Domherrzu Kolberg, vcrm. zu Köslin . . . 1768 mit Marie Elisc von Braun-schweig, geb. zu Sorchow . . . 1733, -s zu Hohenfelde ... 1769.Sohn: si Hermann Ludwig, geb. zu Hohenfelde. .. 1769, s daselbst... I c.>2.