von Kaisenberg. — von Kempis. 255
mit Rosalie von Webern, geb. zn Berlin 8. August 1809, s zuHeiligenstadt 8. Juni 1878.
Kinder: 1) s Leopold Karl Ferdinand, geb. zn Udcr l. September1833, s (gefallen) bei Wcißenburg 4. August 1870, Major, aggregirtdem Königs-Grcnadier-Regiment (2. Westpreuß.) Nr. 7, verm. zuNimkau bei Neumarkt 27. Januar 1869 mitKaroline Gräfin von Strachmitz a. d. H. Proschlitz, geb. zu Proschlitz2. März 1846 (katholisch, wiederverm. zu Parsko 9. Februar 1874nnt Albert von Schenckendorff, Oberstlieutenant z. D.) sGörlitz.s
2) Klara Leopoldinc Wilhelmine, geb. zu llder 4. November 1835,verm. zu Pärchen 3. April 1859 mit Paul von Byern, Premier-lieutenant n. D. sKassel.j
3) s Albrecht Louis Leopold, geb. zu Uder 24. Juni 1837, s (an denFolgen einer in der Schlacht bei Orleans erhaltenen Wunde) zu Kassel27. August 1883, Major n. D., zuletzt in der 8. Gcnsdarmerie-Brigade.
4) s Walter Leopold Wilhelm, geb. zu Udcr 18. März 1839, s (unter-gegangen mit der Amazone) 1854, Kadet zur See.
3. s K'chroline Leopoldine, geb. zu Rusteberg 24. Januar 1805, s zuHeiligcnstadt 19. November 1874, verm. zu Rusteberg 14. Dezember 1827mit Karl von Steinmetzen, auf Siemerode, Hauptmann a. D., 's zuSiemerode 3. Dezember 1842.
4. s Wilhelmine Louise, geb. zu Rusteberg 2. Mai 1807, -s zu Köslin4. August 1854, verm. zu Rusteberg 25. Mai 1830 mit WilhelmLemmer, Oberlandesgerichtspräsidenten zu Köslin, s daselbst 2. Januar1847.
von Kvinpis.
Katholisch. — Reichsadelstand 1569; Bestätigung des Reichsadelstandes cl. cl. Wien8. März 1715; Preuß. Anerkennung und Erneuerung des Adelstandes (Reslriptdes Staatsministeriums) cl. cl. 31. Januar 1827. — In der Rheinprovinz angesessen.
Wappen ( 1715): In Blau eine schrägrechts gelegte silberne Wolfsangel. Auf demgekrönten Helme mit blau-silbernen Decken eine silberne Wolfsangel zwischenoffenem, mit je zwei silbernen Balken belegten blauen Fluge. Schildhalter: Zweiwidersehende silberne Windhunde mit blauen Halsbändern auf goldener Arabeske.
Die Familie Kempis, ursprünglich Hemerken genannt, stammt ausdem Orte Kempen am Niederrhein. — Ihr gehört an; Thomas a Kempis,geb. l38v, -s 1471, Augustiner-Mönch, berühmt durch sein Werk „Von derNachfolge Christi".
Peter Kempis, auf Sternenburg bei Bonn, Amtmann zu Godesbergund M ehlem, Kurfürst!. Köln. Kanzler, wurde von Kaiser Maximilian 11.1569 in den Reichsadclstand erhoben.
Johann Peter von Kempis, aus Risoir, Mussain und La Haye,Geh. Staatssekretär bei der Nicdcrländ. Regierung zu Brüssel, und dessenNeffe, Christian von Kempis, Kurfürstl. Köln. Amtmann zu Köln undDeutz, Hof- und Regierungsrath und Lehendirektor, erhielten von KaiserKarl VI., s. cl. Wien 8. März 1715 eine Bestätigung des ihren Vorfahren1569 verliehenen Adels als eines rittermäßigen Adelstandes nebst Wappen-besserung, LehenSbesitzfähigkcit und der Erlaubniß, sich nach zu erwerbendenMitern zu nennen.