Aucr von Herrenkirchcn. — von Zlivcyden. 33
Kompagniechef im Anhalt. Infanterie-Regiment Nr. 93, verm. zuHamburg 26. September 1889 mitElfride von Haase, geb. zu Berlin 12. Juli 1871. fBernburg.f
Sohn: Amal Helmhart Kurt Wilhelm, geb. zu Bernburg 6. Fe-bruar 1891.
Von Aweyden.
Evangelisch. — Alter preußischer Adel; Anerkennung und Bestätigung des Adel-tandes (Attest der Preußischen Ober-Stände) ä. ci. 22. Oktober 1687; Preuß.Genehmigung zur Wiederaufnahme der Namensform „von Aweyden" (Neskript
des Königl. Heroldsamts) 6. ck. 28. August 1883.
Wappen: In Noth ein rechts-gekehrter silberner Ochsenkopf mit Hals, mit einemsilbernen Blatte im Maule. Auf dein gekrönten Helme mit roth-silbernen Deckendrei silberne Neiherfedern.
Die von Awenden sind vermuthlich altpreußischer Abkunft. Siehießen vormals Gerckin und sind eines Stammes mit den 1782 erloschenenGörkien von Schwanhofen. — Ihr ältestbekannter Ahnherr ist WilhelmGerckin, 1520, dessen Nachkommen um das Jahr 1580, nach dem Erlöscheneines älteren Geschlechts von Aweyden, von einem schon frühzeitig erworbenenAntheile am Rittergut Aweyden bei Königsberg i. Pr. mit Fortlassung desursprünglichen Geschlechtsnamens den heutigen angenommen haben.
Als der Adel des Geschlechts im XVII. Jahrhundert Anfechtungenerlitt, erhielten die Gebrüder von Aweyden (Kaspar, Hans Christofund Franz Albrecht, Söhne Wilhelm's aus Loyden) „nachdem sie ihreAhnentafel väterlicher und mütterlicher Seits, an der Zahl zweiunddreißigproduciret" von den Preußischen Ober-Ständen zu Königsberg s. 6. 22. Ok-tober 1687 eine Anerkennung und Bestätigung ihres Adelstandes.
Der Grundbesitz des Geschlechts war niemals beträchtlich, und ist das-selbe seit dem 1876 erfolgten Verkaufe von Willen im Kreise Gumbinnennicht mehr angesessen.
Nachdem durch mehrere Generationen der Name „von Aweyde"geführt worden war, nahm die Familie 1883 die alte Namensform„von Aweyden" wieder auf, nachdem letztere für die der Armee an-gehörenden Familienmitglieder durch Attest des Königl. Preuß. Heroldsamtss. ck. 28. August 1883 als richtig anerkannt worden.
Vergl. Die von Aweyden von I. Gallandi (Altpreußische Monats-schrift, Bd. XXIV, 1887, Heft 1/2).
s Friedrich Albrecht Ernst von Aweyden, get. zu Groß - ArnsdorfI 6. Februar 1747, ß zu Wladislawow in Polen 25. Oktober 1827, aufI Allischken im Amte Jnsterburg, Graudschen im Amte Gcrskullen undI Groß- und Klein-Juckeln im Amte Lappoenen, Direktor des Justiz-I Kollegiums zuJnsterburg,Landschaftsrath, verm. zu Gerskullen 14. Juni 1770I mit Louise Henriette Hallensleben, geb. zu. . . 1750, 4 zu Juckeln8. März 1807.
Kinder: 1. s- Henriette Charlotte Wilhelmine, geb. zu Jnsterburg 20. No-vember 1771, -s zu Klein-Juckeln 11. Oktober 1842.
2. ß Johanna Friederike Amalie, geb. zu Jnsterburg 14. Juli 1773,.) ß zu Klein-Juckeln II. März 1858.
3. -s Louise Karoline, geb. zu Jnsterburg 26. Februar 1775, ß zu Wil-I pischken . . . 1813, verm. zu . . . mit Sebastian von Manstetn, aufI Hohenfelde bei Friedland, Premierlieutenant im Dragoner-Regiment von» Esebeck, s (gefallen) bei Gollub 6. Dezember 1806. .
Handbuch des Preußischen Adels. g