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Die Burg Rheineck, ihre Grafen und Burggrafen : ein Beitrag zur Special-Geschichte der Rheinlande
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wiederholt, und offene Fehde brach aus, als Kaiser Konrad demHermann von Stahleck ebenfalls die Burg Treis übertrug.Aber auch in dieser Fehde gegen Hermann von Stahleck warOtto der Jüngere nicht glücklich. Kanin aus der Gefangenschaftdes Bischofs von Utrecht, namentlich durch die Vermittlungdes Gemahls seiner Schwester Sophie, des Grafen Theodorichvon Holland, befreit, gerietst er 1147 in jene Hermann'6. Inhartem Gefängnisse starb er .m folgenden Jahre (1148), und zwareines gewaltsamen Todes. Hermann ließ ihn nämlich, um denlangjährigen Streitigkeiten über die Pfalzgrafenschaft für immer einEnde zu machen, im Gefängnisse erdrosseln')!

Otto der Aeltere überlebte seinen unglücklichen Sohn noch2 lange Jahre; er starb im Jahre 1150, nachdem er noch zuvor seineRechte an Treis mit Einwilligung seiner Gemahlin Gertrud demErzbischof Albero geschenkt hatte'). Seine Wittwe zog sich in dieihr gehörige Grafschaft Bentheim zurück, wo sie zu Witmarscnein Kloster stiftete und bei ihrem im Jahre 1152 erfolgten Tode ihrerTochter Sophie Bentheim hinterließ. Letztere, welche mit demGrafen Diedrich von Holland vermählt war, ward durch ihreSöhne Florenz und Otto, die Stammmutter der Grafen vonHolland und der Grafen von Bentheim. Nach dem TodeDiedrich's (1157) ward sie die zweite Gemahlin Albrechtdes Bären, des ersten Markgrafen von Brandenburg,des Gründers Berlin's').

') Crollius, Erläuterte Reihe der Pfalzgrafcn zu Aachen; s. auch:Otto von Rhciucck; Trauerspiel in g Akten von I. I. Reiff.Koblenz, bei Hölscher. 1828.

-) tiiintüor, I. p. 334.

Letzteres ist wenigstens die allgemeine Annahme, welcher auch v. Lcdc.bur (die Grafen v. Nalkcustein. Verl. 1847. i>. 48) beitritt undmehrere Beweisstellen für dieselbe mitthcilt. Wenn auch die unterandern dort angeführte llliru». I-uneburA. »p. kiconrel. I. 1381. einenAnachronismus begeht, indem sie den Markgrafen Alb recht schonfür die Freilassung seines Schwagers Otto bei dem Bischöfe von Ut-recht, Hartbcrtns, bitten läßt, so möchte sich doch daraus immer-hin aus eine, wenn auch spätere Schwägerschast schließe» lassen; vcrgl.