von Ravensberg. 75
Rabo oderRave geheißen haben könnte, wie Joachim Meyer n) muth«Messet. Die Burgmänner von RavtNsberg führten in ihvi in gemein-schaftlichen Siegeleinen ans einem Berge sitzenden Raben, zum Be-weise, daß auch ihrer Meinung nach der Berg von diesem Vogel, undvon dem Berge die darauf stehende Burg ihre Benennung empfangenhaben. Die erste sichere Meldung dieser Burg geschiehet in unsernUrkunden von dem Erzbischofe Arnold zu Köln im Zare 1141, so daßwir die Erbauung derselben nicht über das XII Jahrhundert hinausfetzen dörfen. In der Mitte des XI ii Jahrhunderts hatten die Herrenvon der Lippe die Burg Ravensberg eine Zeit lang in ihrer Gewalt,wurden aber wieder daraus gesetzet; und sechs Zare nach dem deswe-gen getroffenen Vergleich hat Graf Otto III seinen ordentlichen Siz aufdemselben gehabt. Zedoch ist es nachgehends abermals in fremdeHände gerathen. Denn im Zare 1379 in der Charwoche bekennenJunker Otto Graf zu Tekeneburg und Junker Niklaus fein Sohn,daß ihr Neffe, der Graf von dem Berg und Ravensberg, sein SchloßRavensberg mitJubehörde von ihnen wohl gelöset habe.
Noch im Zare 1527 findet sich, daß der Herzog Zohann von Ele-ve dem Domscholaster zu Osnabrück einen Priester zu dem Altar der H.Maria Magd, auf dem Schlosse Ravensberg zur Bestätigung vorge-stellet und enipfolen habe.
Zu dem Amte Ravensberg gehören unter andern das StädtleinVersmold, ohne Zweifel das alte Vermele, über welches zwischendem Hochstikte Osnabrück und dem Grafen von Ravensberg eine Zwi-stigkeit entstanden war, die im Zare 1277 durch Schiedsrichter zuGunsten der Grafen beigeleget worden ist. Ferner das Städtlein
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