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Herzog Ernst August war im Jahre (7H8 gestorben.
In einem an Herzog Franz Iosias von Coburg-Saalfeld,Vormund des elfjährigen Herzogs Ernst August Eonstantin, ge-richteten Schreiben, ä. ä. Eamburg 2H. Noveinber hatteEarl, nachdenr er angeführt, daß er „lediglich aus unterthänigerZuversicht zu denen theuersten hochfürstlichen Versicherungen" (desHerzogs Ernst August), „es solle mein Glücke in künfftigen Zeitenvollkommen gemacht werden, alle aAFroabls auswärtige, dazumahlzu erlangende Dienste verschlagen" habe, ihn gebeten, ihm die Amts-hauptmanns-Stelle in Dornburg wieder zu verleihen. Er habeim Jahre (73H seine Dimission deßwegen eingereicht, weil ihm diedamaligen Hofräthe Langhut und Zinck „feindlich nachgestellet"hätten, auch hätte er „in diesen fürstlich Weimarischen Dienstendurch die Dienste ohne 6aZ<z zumahl bey denen öffteren Verände-rungen" sein Vermögen aufgeopfert.
Nachdem Franz Iosias ihm hatte mittheilen lassen, daß „Wirbey anderer vorfallenden Gelegenheit auf dessen Versorgung vor-züglich bedacht seyn würden" und Earl noch einige Male Bitt-schreiben an den Herzog gerichtet und auch die zur GeheimenObervormundschaft verordneten Räthe seine Bitte befürwortet hatten,bewilligte der Herzog ihn: zunächst am H. Decembcr (73 s einePension von 200 Thlr.
Am H. April (733, also kurz vor seiner zweiten Vermählung,ernannte Franz Iosias ihn zum Zustizbcamten von Hardislebenund wies ihm Wohnung im dortigen sürstlichen Schlosse an.
Am lI. April fand seine Installation bei dem fürstlichenIustizamt statt. Von Rastenbcrg erschienen die zwei Bürgermeister,der Stadtschreiber, der Assessor, der Aämmerer, der Amtsrichterund zwei Amtsgerichtsschöppen, von Hardisleben, Mannstedt, Teut-leben, Großbrembach, Olbersleben und Niederreißen die Schult-
* Geh. Haupt- und Staatsarchiv Weimar, Abtheilung: Ämter und Städte,Dornburg (Amtssachen), No. zzy der provisorischen Grdnung.