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"fahr zuvor seine einzige Schwester Dorothee von Osterhausen aufAreipitsch verloren hatte — unten I —, dem Herzog Moritz vonSachsen-Zeitz, Administrator des Bisthums Naumburg-Zeitz, infolgendem Schreiben an:
Hochwürdigster Durchlauchtigster FürstGnädigster Herr w.
Ew. Hochsürstl. Durchlaucht muß ich ivehemüthigst und mithöchster Traurigkeit demüthigst berichten, daß der allerhöchsteGott, nach seinen allein weisen Rathschluß und willen, meinenlieben Ehe-Mann Phillipp Heinrichen von Tümpling?, weylandFürstl. Sächß. Hoff-Marschall alhier, nachdein Gr ctwaß un-päßlig von Seiner nur verrichteten Dreßdnischen Rcyße zu haußekommen und sich die da entsponnene Mattigkeit und das druckenin Magen ie mehr und mehr gehäuffet, vorgestriges Tages alßden dießes Nachmittage gegen I Uhr durch einen sanfft undsecligen, mir und den ineinen aber allzu srühzeittigen Todt, vondieser Meldt abgefordert und mich nebenst meinen armen Mildernin einen Baterlosen Standt gesetzet.
Mann ich dann in diesen meinen betrübten Zustande michtröstlich erinnere, daß Ew. Hochsürstl. Durchlaucht meinen seel.Manu ieder Zeit mit sonderbahrer hochsürstl. Gnade bey ge-than gewesen:
So bitte ich gar demüthigst und untcrthänigst, Es wollenDieselben doch solche nach seinen Tode nicht gäntzlich verleschen,sondern auch mich und meine unerzogene Mnder etwas genießenlassen, und vnß in Dero hohen Gnade erhalten.
Der allerhöchste, so ein Bater der wittben und wayssen,wird solches reichlich ersetzen und vergelten, wie ich den darumbmit meinen andächtigen Gebeth embßig bitten und darbey Ew.Hochsürstl. Durchlaucht sambt Dero hochsürstl. herzgeliebtestcn