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Wir sahen (II. 99 und III. 23), daß schon (3 Jahre darauf,am Z.August (6^0, Christian, erst Jahre alt, in Tautenburgstarb und daß Anna, welche, 32 Jahre alt, im Jahre (6^3 zuGera starb, den Untergang ihres chauses in Thüringen noch er-leben mußte. —
Der d r e i ß i g j ä h r i g e K r i e g hatte dem Weimarischcn Fürsten-Hause schon zwei Opfer abgefordert, bis zum Jahre (626 aberwar Thüringen selbst von der Kriegsfurie verschont geblieben, dader erste Akt des Krieges, die Bezwingung des protestantischenBüddeutschlands durch die katholische Parthei, das Land nicht be-rührt hatte.
Der zweite Akt des Krieges, die Unterwerfung des protestan-tischen Norddeutschlands durch Kaiser Ferdinand II., brachte dieKaiserlichen in den Iahren (626—(630 auch in das Baalthal.Im Ulai (626 überfiel die Wallenstein'sche Reiterei Rastenberg,bald darauf zogen herrenlose Kriegsbanden durch das Land, dieBrandschatzungen und Lieferungen, die Durchmärsche und Tinquartirungen leiteten die Verarmung des Landes ein. Die Kaiser-lichen rächten sich an ihm dafür, daß die Weimarischen cherzögeseit Beginn des Krieges treu zur protestantischen Bache sich gehaltenhatten.
Ulit der Landung Gustav Adolf's auf Rügen, am 2ch Juni(630, eröffnete sich der dritte Akt des Krieges, das Übergewichtder Schweden in Deutschland. Der Zerstörung Ulagdeburg's durchTilly und Zeppenheim am (0./20. Ulai 563s, der Plünderungvon Naumburg, Weißenfels, Merseburg und Zeitz folgte am 7./ (7.September Gustav Adolf's Bieg über Tilly bei Breitenfeldch woraufderselbe in Trfurt einzog. Nachdem er im folgenden Jahre Tillyam Lech geschlagen hatte, trat Wallenstein wieder als Kaiserlicher
^ Wir sahen (II. tSl^lS2), „wie mänlich und rittcrmäßig" Rndolf's,damals esjähriger, Neffe Hans Georg sich dort benahm, indem er HerzogFriedrich Wilhelm von Altenbnrg das Leben rettete.