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Hans Ernst von Cchwan,^ auf Thum, Bcnusbcrg und Herold,Aursächsischen Aammerherrn und Accise-Raths zu Dresden, undseiner Gemahlin Christiane Henriette geb. von Einsiedel a. d. H.Lumpzig,^ unter Assistenz des Eurators der Braut, JohannFriedrich Wilhelm von Forstern, und der Brüder des Bräutigams,vollzogen.^'
Es heißt darin:
„Zum Ersten. Gleichwie beiderseits Bcrlobte in IhremEhr istenthum dermaßen durch Gottes Gnade gegründet, daß 5iewohl wissen und verstehen, was Christliche Eheleuthc einanderschuldig seyn, so werde» und wollen auch Dieselben sich darnachZeit Ihres Cebens und während des Ehestandes mit allein Fleißeverhalten, der Herr Bräutigam seine geliebte Braut herzlich undbeständig lieben, Ihr mit Glimpf und Bernunft vorstehen undAie getreulich und gebührlich versorgen, hingegen die Fräulein BrautIhn, den Herrn Bräutigam, als Ihr von Gott vorgesetztes Hauptund Eheherrn ehren, getreulich und unveränderlich lieben und Ihn:,als einer Christlichen und verständigen Ehegcmahlin wohl anstehet,
^ Die Schwan sind ein altes mecklenburgisches Adclsgeschlecht. Joachim,knrsächsi scher Rittmeister (st t67H), begründete die UIcistensche Linie, nachdem ervcnnsberg bei Scharfcnstoin gekauft statte. Sein Sostn Hans Ernst erstielttü?y den Reichs-Freistcrrcnstand. Auster Friederike Henriette statte er nureinen Sostn, der im Kriege frühzeitig gestorben ist. Hans Ernst starb ^720.
^ Estristiane Henriette war wohl die Schwester von Friedrich Heinrichvon Einsiedel (f ^729) auf Lumpzig und Tochter von Heinrich Hildebrand(f Z72H, dessen Vater Heinrich Hildebrand, ans Scharfenstein, tssq Lumpziggekauft statte.
Friedrich Heinrich'? Söhne waren Friedrich Heinrich ( 7 5792 zn Lumpzig)und August Hildebrand; den Lrstercn sehte Friederike Henriette in ihremTestament von t?72 (s. n.) zn ihrem Erben ein und snbstituirte ihm seinenBruder bczw. dessen Rinder (letztere verkauften t7I8 Lumpzig an I. G. Seidel).
Heinrich Hildebrand, der Käufer von Lumpzig, war der jüngere SostnHeinrich Hanbold's, dessen Urenkel Hans Georg :7HZ in den Rcichsgrafenstanderstoben wurde (Bd. II. s^s).
^ Original (Urkunde Z89) in de» Sammlungen der Altenbnrger Geschichts-und Altertstttmsforschenden Gesellschaft des Gsterlandes (2. Bd., S. HtH.