Laut der zweiten Urkunde verkaufen die Eheleute Hans undElfe Schiele zu Holzhausen wiederkäuflich für fünf Gulden an die-selben Ulosterjungfrauen einen Iahreszins von h/2 Gulden, derauf einen Weinberg zu Holzhausen versichert ist, welcher zu Lehngeht „von eyme voyte zcu der Wachsenburg von sins Ampts weginund iczunt von deme gestrengin junckern Steffen Tumpelinge voydder obgenannten Burg, mit deß wiln, wissin und gunst desfirAouff geschen ist".
Gegen den Schluß der Urkunde heißt es:
„Deß zcu orkundo haben wir unsern koufferin dessin uffin briff gegebinmit deß obgenannten junckern Steffans von si!?s ampts wegin angehangcnejngesegel deß wir nuczumal gebruchen und on darumb gebetin habin. Undjch obgenannt Steffan bekenne daz ich dorch bete wiln der obgerurtin vor-kouffer und jrer Lrbin myn jngesegel vor mich und myue nachkamen habe ge-hangen an dessin bryff, doch unbeschediget der rechten lehcn und erbezcinse undmir, myn erbin und myn nachkamen. Gigebin nach Lhristi gebnrt vnßcrsHern virczenhnndirt jar darnach jn deine dryundvirczigistin jare am deme nestinMontage noch sente Iacoffs tage."
Das Siegel Steffan's ist abgefallen.
Seit wann und wie lange Steffan Vogt der Wachsenburgwar, ist nicht zu bestimmen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daßer es längst nicht mehr war, als Herzog Wilhelm sich (^52 ge-nöthigt sah, die Burg belagern zu lassen.
Der Herzog belehnte ihn, wie wir sahen, und (H53,
zusammen mit seinen Brüdern, mit Zinsen zu Droitzen und mitTümpling. theilte er, wie wir ebenfalls schon sahen, dem
Aloster Neuwerk mit, daß Ihan nunmehr der alleinige Inhaberder Güter sei.
Bald darauf ist Steffan, Vater von Hans dem Jüngern(vergl. XIII) gestorben, denn am 20. Ulai (H64 giebt HerzogWilhelm zu Weimar seiner Wittwe, Gatharina, geb. von Werder,als Leibgedinge zwölf Weinberge, genannt die Radeberge, an demGebirge zu (München-) Gosserstedt, „in maßen yre hußwirt seliger