Druckschrift 
1 (1888) (bis 1551) : mit dem Wappen, einer Siegeltafel, zwei Stammtafeln, einer Karte der Grafschaft Camburg, anderer Kunstbeilagen und Register
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen
 

38

Wir wissen's wohl, man spricht uns Hohn,

Und schilt nns eitel Essig,

Das ist, Herr König ans dein Thron,

Recht neidisch und gehässig!

vom Handwerk sind wir doch so gutAls wie die andern Meister,

Wir sind erfüllt von Willcnsmuth,

Wenn gleich nicht große Geister.

Man treib' mit uns, sagt man uns nach,

Die Kinder in die Schule,

Wir zögen ein Loch im Strumpfe jachZusammen ohne Spule,

Drei Männer hielten Einen kaum,

Der uns im Leibe spüret

Wir setzen solchem Lug und SchaumEntgegen was gebühret!"

Im Uebrigen bildete damals die Viehzucht den Haupttheilder Tandwirthschaft wegen des Ueberflusses au Holzgründen, Haide-boden und Weideland. Da die eigentlichen Futterkräuter aber nochnicht bekannt waren, so wurde im Spätherbst vieles Vieh einge-schlachtet und das Fleisch für den Winter geräuchert oder eingesalzt.Wegen der schweren Fleischspeisen gab man dem Wein den Vorzugvor dem süßlichen Bieth, welcher aus Wasser, Honig und Gewürzenbereitet wurde.

Nach dein Jahre begegnen wir Albrecht nicht mehr,allein er hat wohl bis zu Beginn des Jahres sHs s gelebt. Nacheinem durch den jDsarrer E. Schmidt in Ienaprießnitz im Jahres833 gefertigten Regest im Rathsarchiv zu Jena (Stadtraths-Akten über die im Rathsarchiv noch befindlichen alten Urkunden",Uep. I. Voo. s33 Nr. toi. ssH bekennt nämlich am 6. Junis^ss das Utichaeliskloster zu Jena, daß Frau Alke Tümpling,Bürgerin, zum Troste Heinrich Wormstedt's und Albrecht'svon Tümpling, ihrer gewesenen Ehemänner, sowie der Ulargarethe,Albrecht Tümpling's Tochter, w. eine Seelmesse angeordnet undiv Schock alter Groschen dazu gegeben habe.