162 Des füttfften Buch'S Lap. XVII.
Äugen des Nils nennen , welches zween gegen einander über gelegeiwSeenfind, mit deme überein komme , was von ?rolomXo?aluz Oriemalis, undLs!ll5()cciüem2lj! diili genennet worden ist.
Man darfffich aber nicht verwundern, daß der Nil gegen seinen Ursprungeinen so unordentlichen Lauffhat, wann man betrachtet, daß der vornehmsteFlußin gantz Frankreich, die l-o^r? in Vivgrcc, allwo derselbe entspringet, ei»nen eben dergleichen weiten Umschweiff, als der Nil macht-
Wir haben, als wir von dem Auslauffdes Nils .geredet, versprochen, dieMeynung des l>. Schotten zu erklaren,welcher dafür halt,daß das Wachsen desNils von den Meer» Wassern herkomme; nachdem wir aber dasjenige,wasder p.l-züo seithero geschrieben,durchlesen,find wirseincrMepnuna,als der wahr»scheinlichsten, und der Narur am gcmaßesien, beygefallen. Dieser nun halt,und zwar mitgutem Grund dafür, daß man diesen Auslauffdes Nils nichts an»ders, alsdemRegen, welcher den ersten Tag des sunii in Abyssinien, welchesdie Zeit des Winters in diesem Land ist, zu fallen beginnet, zuschreiben könne.Anderere find der Meynung gewesen, daß das geschmoltzene Schnee »Wasserdas Wasser des Nils mercklich vergrössere; es find aber dieselbe von dem cii.m-c des Abyssiner Landes falschlich unterrichtet,weil aus den neueren Relationenhiervon bekannt ist, daß allda kein Schnee falle.
§- 5-
ZA. Von dem Abyssinischen Kayser.
Bwohlen der Kayser der Abyssinier kein Wappen führet, so bat erdoch ein Siegel, seine Briefe zu verpitschieren, auf welchen? ein Lew,einEreutz in der Klauen haltend, abgebildet ist, mit einer Überschüsse inAethiopischcr Sprach, welche so viel bedeutet : daß der Löw vom StammIuda ein Überwindet sey.
Es ist aber nicht wahr, daß dieser Kayser ein Creutz zum Scepter füh»re, wiewohl er gemeiniglich ein kleines in der Hand halt, nicht zwar zumZeichen der Kayferlichen, sondern der Geistlichen Würde ; gestalten danndie grosse Herren feines Reichs gleichfals eines tragen , damit ihnen erlaubtseyn möge , die Lommunwn mit den Priestern in den Eapellen und in denChören der Kirchen, uud nicht ausserhalb derselben, wie die Laycn zu nch»men.
Dieser Printz tragt an statt einer Cron ein von güldenem und filbernemBlech beschlagenes , und mit einigen Perlen besetztes Parat, weil man son»sien von keinem andern Edelgestein in diesem Reich etwas weiß.
Der