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3 (1719) Von dem alten und neuen Africa
Entstehung
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160
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i6o Des futtfftmBtkchsd-?. xvil.

solchesder ein Jesuit berichtet, und sagt, daß er denselben in Gegenwartdes Kaysers in Äthiopien ^n.1618. den 21. April gesehen habe; dessen Wonealso lauten.

Der Nil, den die Aethiopier älhzwi, oder den Vater der Masser-FlGrennen, hat seinen Ursprung in den? Königreich m. in einem gewissen Gebier,welches von den Jnnwohnern lunkvüa genennet wird zu oberstauf einem Bewwelcher eine Ebene hat, die einem weiten, auMen Seiten mit hohen Bergen um»gebcirem Feld nicht ungleich ist. Auf der Spitze d -ejes Berges si nd zween. Bm»mn,jeder vier Spannen breit,anzutreffen. DasWass'rdieser Brunnen -Ouel»lim ist hell und klar, sehr leicht, und überaus unmuthig zu rrincken; wobey jedoch zumercken, daß weder die eine noch die andere Quelle aus dieser Ebene, sondern andem Fuß dieses Berges ihren Auslauffhaben. Dieser l^rer meldet ferner, daß,als er die Tieffe dieser Brunnen erkundigen wollen, und in den ersten eine l^u-1 ^.Spannen lang hinabgelassen, es ihngedaucht, als ob er einige Wurtzel derumstehenden Baume fühle.

Als er sich nun der Tieffe des andern Brunnens, welcher nur einen Stein»wurffvon dem ersten gegen Orient entlegen, habe erkundigen wollen, und dieselbemit einerLantzevon 12.. Spannen nicht sinden können, habe er die zwoLantzen zu-sammen gebunden,und dannoch aufdiese Weise die liesse desselben nicht erfahrenkönnen.

Die Annwohner sagen,daß der gantze Belg vollerMasser sey,und daß zumWahrzeichen dessen das gantze umliegende Land zittere und sich bewege,welchesdann ein gewisses Kennzeichen des darunter verborgenen Wassers seye.

Dahero es dann komme, daß das Wasser dieser Brunnen stets in einerGrösse bleibe, und niemahls wachse oder abnehme, sondern mit sehr grosser Unge-srummigkeic unten an dem Berge auslauffe. Sie jagten auchetwas, welches derKayser, so zugleich zugegen war, bestattiget; daß nehmlich in oberwebnrem Jahrdie Erde, von wegen der grosser; Dörre, ein wenig gebebet, in den vorigen Jahrenaber sich so starck beweget habe, daß man ohne Gefahr nicht gehen können.

Der Umfang dieser Ebene ist einem runden See gleich, über welchen manmit einer Schleuder werssen kan.

Unterhalb des Bergs habe es noch eine andere Quelle gegen Occi-lcnc, wel.ehe fast cineMeilc von dieser Quelle abgelegen sey; und dieles ist der Ort,welchervon den Völckern, so man /tZanz oder ^on5 nennet, bewohnet wird.

Im übrigen muß man mit grosser Mühe an den Ort, wo diese Brunnensind, steigen, ausser an dem Stück des Berges, der gegen Norden sihet, allwode s Hochsteigen nicht so mühesam fallet.

Eüw Meile unterhalb des Bergs hat es ein tieffes Thal, in welchem ein an-derer Fluß entspringet, welcher sich nicht weit davon mit dem Nil-Srrohm verei-niget, und, wie man dafür hält, einerley Quelle mit dem Nil hat, nachdem er aberdurch unter - irrdische Eanale eine Zeitlang geflossen, beginnet ersieh in diestmThal sehen zulassen. Der