Von der Aüste Lumcz. :! 7
striche seines Königes grosse Macht, vor allem aber seine Frömmigkeit undEyffer, den er wegen der Bekehrung des Volcks in ewnea trüge, herrlichheraus, und ersuchre ihn hierauf, daß er selber zu ihrem ewigen Heyl, undzu Erbauung eines Forts, wodurch die Handelschaffr beyder Nationen nochmehr versichert werden könte, behülfflich seyn mögen. Der (Mamenw. welche»verständig genug war, und den Possen wohl merckte, wolte den Streich ab»wenden , und sagte zu ihm, er müsse sich, wegen Veränderung der Religionein wenig bcdencken, und weil er sich vorgenommen, eine Vereinigung undgute Ve rssand naß zwischen seinen Unterthanen und den Portugiesen zu sich ten,so wäre es nicht nöthig ein Fort zu bauen, weil hierdurch die Znwobner desLandes nur in den Harnisch gejaget werden wurden. Hingegen führte derPortugieß wohl hunderterley scheinbahre Gründe, wegen der Predigt desEvangelii an, und daß zu besorgen stünde, es möchten die Übelgesinnte imLande dermahleinst auflrübrisch werden, und aus Eigensinnigkeit die neuenGäste überfallen, und diejenige, so ihr bestes suchten, ums Leben bringen,dergestalt, daß. zu Verhütung einer heimlichen Zusammenverbindung der Auff»rührer, allerdings nöthig wäre, ein Fort auffzubauen.
Weil aber die Africaner nur ein Ding vor den Kopff stieß ; dann siepflegten die Felder anzubeten: Weil nun die Portugiesin einige derselben, sosich in den Grundbergen befanden, sprengen wollen, machten sich die Ein»wohner des Landes ein Gewissen darüber, und würden sich dieselbe empörethaben, wann man sie nicht durch Geschencke begütiget, und ihnen vor Augengestellct hatte, daß diese leblose Felsen keine Götter waren.
Solchergestalt wurde das Fort ausgebauet, und St. Georg, von we»gen der Ehrerbiethung, welche der König in Portugal! zu diesem Heiligen ge»tragen, genennet, und demselben der Zunahme cle la weil es einigeGoldgruben daherum hatte, gegeben.
xxix. Das Königreich wbi, ist klein, und hat wenig Macht, daher derKönig keinen sonderlichen Staat führen kan. Die von pflegen osst indiesem Lande alles wegzurauben.
xxx. Das Land , ist gleichsam eine llspublchuc, indem es vondenen Vornehmsten des Landes regieret wird. Es lieget langst dem schönenFlusse Lbzmz, oder St> Jobann, und hat viel schöne Dörfler. An. 1690. ha»ben die von äüum das Land sehr verwüstet, und auch andere Landeran dem Flusse ^ncpbcr bekrieget.
xxxi. Das Land /mre oder ki-mre, ist eine volkreiche Landschaffr,welche durch die blutigen Kriege mit äüom sehr rmm'ret worden. Die En»gellandcr haben hierinne, (1.) die Vcssung bey dem Dorffe ixüissüvrss oderwlumz, welche die Brandenburgischcn zu bauen angefangen, aber selbige dc»um Engellandern überlassen müssen , welche sie Anno 1691. auffgefübret.
P 5 G.) Das